
Aktuelle Umfrage zeigt
So viele Deutsche müssen beim Essen deutlich sparen
Aktualisiert am 06.01.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Jeder Zweite schränkt sich beim Lebensmitteleinkauf ein. Aber auch in anderen Bereichen sind Preissteigerungen eine Belastung.
Viele Deutsche fühlen sich durch die Preissteigerungen, insbesondere bei den Lebensmitteln, belastet. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Vor allem 18- bis 49-Jährige sind hiervon betroffen (75 Prozent). Aber auch die Ü50-Jährigen (60,5 Prozent) geben an, die gestiegenen Preise hauptsächlich beim Einkaufen zu spüren. Die Belastung geht sogar so weit, dass sich jeder Zweite bis Dritte (45 Prozent) aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise beim Lebensmitteleinkauf einschränken muss beziehungsweise einschränkt.
Damit bestätigen die Umfrageergebnisse eine frühere Civey-Umfrage, bei der jeder Vierte (26,6 Prozent) angab, sich Geld bei Familienmitgliedern leihen oder einen Bankkredit aufnehmen zu müssen, um seine alltäglichen Kosten wie den Lebensmitteleinkauf zu decken.
Laut dem vzbv bereiten den Deutschen jedoch nicht nur die Preissteigerungen bei den Lebensmitteln große Sorge. Auch die gestiegenen Kosten in den Bereichen Energie (16 Prozent), Gesundheit (11 Prozent) und Mobilität (4 Prozent) sind für einige deutlich spürbar.
Die Umfrage deckt auch auf, dass jeder zweite Verbraucher (52 Prozent) negativ in die Zukunft blickt. Fast genauso viele (47 Prozent) sind für das Jahr 2026 hingegen eher positiv gestimmt.
Eine finanzielle Entlastung könnte es am ehesten durch die Bundesregierung geben. Das ist die Ansicht von knapp zwei Dritteln (63 Prozent). Ein Drittel sieht hingegen die Wirtschaft in der Pflicht, für Entlastungen zu sorgen.
Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.002 Personen ab 18 Jahren telefonisch befragt. Der Erhebungszeitraum erstreckt sich dabei vom 12. bis zum 14. November 2025. Die Umfrage ist repräsentativ.
Laut den Verbraucherschützern gibt es bei den Lebensmittelpreisen mehrere Punkte, die zu einer hohen Belastung führen. Neben der undurchsichtigen Preisbildung kritisieren die Experten etwa die schwere Vergleichbarkeit des Grundpreises sowie Preissteigerungen durch Mogelpackungen und die sogenannte Shrinkflation. Hersteller müssten klarer kennzeichnen, wenn der Inhalt reduziert oder die Zutatenliste verändert wurde. Eine Kennzeichnungspflicht sieht der vzbv hier als mögliche und sinnvolle Option. In Frankreich ist sie bereits vorhanden.
Für einen besseren Verbraucherschutz wäre zudem auch eine unabhängige Plattform für den Preisvergleich von Lebensmitteln eine Möglichkeit. Derartige Modelle werden bereits in anderen Ländern erfolgreich genutzt, etwa in Indien.