Großeinsatz der Feuerwehr

Hauseinsturz in Görlitz: Leiche gefunden

Aktualisiert am 21.05.2026 – 04:24 UhrLesedauer: 4 Min.

Auch im Dunkeln wurde die Suche nach den Vermissten fortgesetzt. (Quelle: Paul Glaser/dpa/dpa-bilder)

In Görlitz suchen Retter nach einem Hauseinsturz nach drei Vermissten. In der Nacht gab es eine traurige Gewissheit.

Eine Stadt zwischen Hoffen und Bangen: Nach dem dramatischen Hauseinsturz im sächsischen Görlitz am frühen Montagabend ging die Suche nach den drei Vermissten weiter. In der Nacht meldeten dann die Rettungskräfte, dass sie die Leiche einer Frau gefunden haben. Einsatzkräfte fanden die verschüttete Person mit Hilfe eines Spürhunds am Mittwoch gegen 22.30 Uhr in den Trümmern, wie die Sprecherin in der Nacht schilderte. Daraufhin wurden die Arbeiten erst mal gestoppt. Ein Notarzt stellte den Tod fest, woraufhin die Leiche geborgen wurde. Die Kriminalpolizei habe Spuren gesichert und ermittle.

Es handelt sich um die zuvor vermisste 25 Jahre alte rumänische Touristin, sagte eine Sprecherin der Polizei. Bei den anderen Vermissten handelt es sich um eine rumänische Touristin im Alter 26 Jahren und einen 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte.

Im Video | Haus stürzt ein: Helfer suchen nach Vermissten

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Quelle: dpa

Seit Mittwochmorgen sind Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Dauereinsatz. „Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend der dpa.

Bislang keine Reaktionen von Verschütteten

An der Unglücksstelle wurde es zeitweise sehr still. Anja Weigel, Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, sagte dazu am Abend: Es seien Hohlräume freigelegt worden, diese würden gerade von Kameraden des THW per Ortung untersucht – mit Sonden. „Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle.“

„Wir haben in den Trümmerkegel mit Megafon herein gesprochen, dass Reaktionen gezeigt werden sollen“, sagte eine THW-Sprecherin. Zwei Teams hätten unabhängig voneinander versucht, auf diese Weise Ergebnisse zu erzielen. Leider hätten die aktuellen Messungen mit Ortungsgeräten nichts ergeben – daher würden die Sucharbeiten fortgesetzt. Am Abend begann es derweil in Görlitz zu regnen.

Am Abend begann es derweil in Görlitz zu regnen. (Quelle: Paul Glaser/dpa/dpa-bilder)

Wettrennen gegen die Zeit

Allen Beteiligten ist klar: Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Verschüttete bis zu 72 Stunden unter solchen Trümmern überleben könnten. Prognosen, wie wahrscheinlich es sei, die Vermissten bald zu finden, seien nicht möglich, sagte eine Sprecherin der Polizei in Görlitz. Das Haus war am Montag gegen 17.30 Uhr eingestürzt.

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