Millionärin erhebt Vorwürfe

Nach Rettung: Wal-Retter zerstreiten sich

Aktualisiert am 03.05.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Wal Timmy vor der Insel Poel (Archovbild): Nach der Freisetzung werden eine Reihe von Anschuldigungen erhoben. (Quelle: Philip Dulian/dpa)

Buckelwal Timmy ist am Samstag in die offene See geschwommen. Unter den Wal-Rettern werden seitdem verschiedene Anschuldigungen erhoben.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstag südlich von Dänemark freigesetzt worden. Innerhalb der Retter-Initiative wird seitdem über die Deutungshoheit gestritten – und es werden teilweise schwere Vorwürfe erhoben.

Wie „Bild“ unter Berufung auf ein Schreiben berichtet, betonen die beiden Geldgeber Karin Walter-Mommert und Walter Gunz: „Wir konstatieren hiermit, dass wir an der heutigen Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben.“ Sie fügen hinzu: „Etwaige Konsequenzen für nicht abgestimmte Handlungen am und um den Wal haben der Eigner, die Betreiber und uns bekannte Personen der Crew der Schiffe Fortuna B und Robin Hood zu tragen.“

Die beiden betonen weiter: „Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wals führten.“

Wie Walter-Mommert der „Bild“ berichtete, seien am Samstag nicht alle Tierärzte der Rettungsinitiative auf die Barge gelassen worden. Nur der US-Arzt Jeffrey Foster wurde demnach auf den Kahn gelassen. Foster habe gefordert, dass seine Teammitglieder ebenfalls auf das Schiff dürfen – dem sei aber nicht entsprochen worden.

Bereits am Samstag hatte Walter-Mommert der Schiffs-Crew vorgeworfen, aus terminlichen Gründen die Freilassung von Wal Timmy vorgezogen zu haben. Sie erklärte: „Es gab wohl Druck auf die Schlepper-Kapitäne. Einer soll schon am 7. Mai in Holland sein. Und das, obwohl ich die Schlepper mit OpenEnd gebucht hatte.“

Auch die an der Rettungsaktion beteiligte Tierärztin Kirsten Tönnies hatte in einem am Samstag auf Social Media veröffentlichten Video erklärt, dass sie nicht auf die Barge gelassen wurde. Laut ihr seien an der finalen Rettungsaktion nur Mitglieder der Bootscrew beteiligt gewesen.

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