
Er wurde 97 Jahre alt
Trauer um Rennsport-Legende: Hans Herrmann ist tot
Aktualisiert am 09.01.2026 – 19:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Er startete über viele Jahre erfolgreich bei zahlreichen Traditionsrennen und sammelte Titel. Nun ist Hans Herrmann gestorben.
Die Rennfahrer-Ikone Hans Herrmann ist tot. Der frühere Le-Mans-Gesamtsieger starb am Freitag im Alter von 97 Jahren, wie der Autobauer Porsche unter Berufung auf Herrmanns Familie mitteilte.
Herrmann galt als einer der vielseitigsten Rennfahrer und war einer der erfolgreichsten deutschen Motorsportler der Nachkriegszeit, prägte mit seinem Fahrstil und zahlreichen Podestplätzen eine ganze Generation deutscher Rennfahrer.
In seiner von 1952 bis 1970 andauernden Karriere fuhr Herrmann zahlreiche unterschiedliche Rennen mit verschiedenen Herstellern. Der gelernte Konditor fuhr unter anderem in der Formel 1 und nahm lange Jahre an den 24 Stunden von Le Mans teil. In der „Königsklasse fuhr Herrmann mit Unterbrechungen zwischen 1953 und 1969 in Mercedes-Benz, Maserati oder Porsche, erreichte insgesamt eine Podiumsplatzierung und zehn Karrierepunkte. Er fuhr unter anderem an der Seite von den Legenden Juan Manuel Fangio und Stirling Moss
Seinen größten Erfolg feierte er 1970 mit dem Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Der gebürtige Heidelberger teilte sich beim Klassiker den rot-weiß-roten Porsche 917 mit dem Engländer Richard Attwood.
Danach beendete Herrmann seine Karriere. „Ich wollte das Schicksal nicht noch länger strapazieren“, sagte der Rennfahrer einmal. „Mir war bewusst, wie viel Glück ich gehabt hatte bei so vielen Freunden, die man über die Jahre verloren hat.“ Weil er trotz mehrerer schwerer Unglücke meist mit dem Schrecken davonkam, erhielt er den Namen „Hans im Glück“. Beim Großen Preis von Monaco 1955 etwa verunglückte er schwer.