
Niederlage im EM-Topspiel
Deutschland bricht am Ende gegen Dänemark ein
Aktualisiert am 26.01.2026 – 22:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Das DHB-Team hat am Montagabend lange Zeit gegen Topfavorit Dänemark gut mitgehalten, letztlich aber den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale verpasst.
Die deutsche Nationalmannschaft musste am Montagabend im Zuge des dritten Hauptrundenspieltags der Handball-EM 2026 bei Co-Gastgeber Dänemark ran. In einem über weite Strecken engen Spiel setzten sich die favorisierten Hausherren letztlich deutlich mit 31:26 durch. Zur Pause war es noch deutlich knapper, die Dänen führten nach 30 Minuten mit 13:12.
Deutschland hat damit den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale verpasst. Das DHB-Team geht dennoch mit einer guten Ausgangslage in das abschließende Hauptrundenspiel gegen Frankreich am Mittwoch (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online). Deutschland ist mit 6:2 Punkten Zweiter hinter Dänemark, Frankreich steht nach der überraschenden 32:36-Niederlage gegen Spanien mit 4:2 Punkten auf dem dritten Rang. Dem DHB-Team reicht daher am Mittwoch ein Unentschieden.
Aufgrund eines überraschenden Wechsels im deutschen Tor mussten die Zuschauer 50 Minuten auf das Giganten-Duell zwischen Andreas Wolff und Emil Nielsen warten. Alfred Gíslason schickte David Späth aufs Parkett, der gleich anfangs einige Würfe von Matthias Gidsel passieren lassen musste. Allein vier der ersten sechs Treffer gingen auf das Konto des Ausnahmehandballers von den Füchsen Berlin.
Trotzdem: Deutschland leistete deutlich mehr Gegenwehr als in den vorherigen Duellen bei der WM und Olympia. Nach 20 Minuten lag der Außenseiter nur mit 8:10 hinten. Und das, obwohl man erneut Chancen ausließ und teils an Nielsen verzweifelte. Vor allem Renārs Uščins strahlte viel Torgefahr aus. DHB-Spielmacher Juri Knorr enttäuschte hingegen schon wieder.
Mit dem Pausenpfiff vergab Nils Lichtlein einen Siebenmeter zum möglichen 13:13. „Wir können sehr stolz auf unsere Leistung sein“, befand Kreisläufer Justus Fischer zur Halbzeit. Dänemark zitterte und war zunächst weit entfernt von einem perfekten Auftritt. Rund um die Pause blieben die Hausherren neun Minuten ohne eigenen Treffer, was Deutschland aber nicht für sich nutzen konnte. Julian Köster oder Marko Grgic fehlte in dieser Phase das Wurfglück – zu oft klatschte der Ball an die Latte.
Dänemark nutzte eine kurze Phase in doppelter Überzahl, um 20 Minuten vor Spielende auf 17:14 davonzuziehen. Dann fiel Deutschland auseinander: Nielsen hielt im dänischen Tor gefühlt alles, was ihm entgegenflog. Im Angriff erzielten Gidsel und Simon Pytlick wichtige Tore und plötzlich lag Deutschland 16:23 hinten. Das Spiel war entschieden. Daran änderte auch Wolffs Einwechslung und wackere Gegenwehr bis zum Ende nichts mehr.