Hamburger Sicherheitsfirma gerät den in Fokus der Ermittler

Aussage im Block-Prozess

Hamburger Sicherheitsfirma gerät in den Fokus der Ermittler

19.01.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Christina Block steht seit einem halben Jahr in Hamburg vor Gericht, weil sie den Auftrag zur Entführung ihrer Kinder erteilt haben soll. (Quelle: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa/dpa-bilder)

Eine Mitarbeiterin soll im Block-Prozess vor Gericht aussagen. Der Geschäftsführer steht unter Verdacht der Beihilfe zur Kindesentführung.

Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll am Montag um 9 Uhr eine Mitarbeiterin einer Hamburger Security-Firma als Zeugin aussagen. Der Geschäftsführer dieser Sicherheitsfirma ist wegen Beihilfe zur Kindesentführung angeklagt.

Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, nach der Rückholung der beiden jüngsten Kinder vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark das Haus der Mutter in Hamburg abgeschirmt zu haben. Er soll verhindert haben, dass die Kinder fliehen konnten.

Die Verteidigerin des Geschäftsführers, Gül Pinar, erklärte, ihren Mandanten treffe keine Schuld. Laut Pinar habe ihr Mandant davon ausgehen müssen, dass das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder bei der Mutter gelegen habe. Die Verteidigerin teilte mit, ihr Mandant sei von Christina Blocks Vater, Eugen Block (85), beauftragt worden, die Familie vor medialem Andrang zu schützen.

Christina Block (52) ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben. Die Kinder sollen in der Silvesternacht 2023/24 von einer israelischen Sicherheitsfirma nach Süddeutschland gebracht worden sein.

Das Hanseatische Oberlandesgericht entschied am 5. Januar 2024, dass die beiden Kinder zu ihrem Vater nach Dänemark zurückkehren müssen. In diesem Prozess gibt es fünf weitere Angeklagte. Am vergangenen Donnerstag fiel ein Verhandlungstermin aus. Ein Prozessbeteiligter war erkrankt.

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