Spitze in einer Fachrichtung
Hamburger Klinik zählt zu den besten der Welt
01.10.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein neues internationales Klinikranking sorgt in Hamburg für Aufmerksamkeit. Ein Haus aus der Hansestadt landet weltweit weit vorn – und deutschlandweit fast an der Spitze.
Hamburgs Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) schafft es in einem neuen internationalen Klinikranking weit nach vorn. Im Fachgebiet Nephrologie, also der Behandlung von Nierenerkrankungen, belegt das UKE weltweit Platz 40.
Damit landet das Hamburger Universitätsklinikum zugleich auf Platz zwei unter den deutschen Häusern. Besser schneidet nur die Berliner Charité ab, die die neue Rangliste sogar weltweit anführt. Das Universitätsklinikum Heidelberg folgt auf Platz 45. Das geht aus dem Ranking „World’s Best Specialized Hospitals 2027“ des US-Magazins „Newsweek“ und des Datenunternehmens Statista hervor.
Drei deutsche Kliniken unter den Top 50 der Welt
Für die deutsche Nierenmedizin ist das Ergebnis besonders bemerkenswert: Mit Berlin, Hamburg und Heidelberg schaffen es gleich drei deutsche Kliniken unter die weltweit besten 50.
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) spricht deshalb von einem „tollen Signal für die deutsche Nephrologie“. Dass das Fach erstmals in dem internationalen Ranking auftauche, mache auch seine Bedeutung für die Gesundheitsversorgung sichtbarer.
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Nephrologie gehört in diesem Jahr erstmals zu den bewerteten Disziplinen. Insgesamt untersucht das Ranking 13 Fachgebiete. Mehr als 8.500 Krankenhäuser weltweit kamen für die Auswertung infrage, 734 Häuser wurden in mindestens einem Bereich ausgezeichnet. In der neuen Kategorie Nephrologie veröffentlichten Newsweek und Statista die weltweit besten 100 Einrichtungen.
Das UKE baut den Bereich derzeit auch in der Forschung aus. Im August startete unter Hamburger Leitung ein internationales Forschungsnetzwerk. Die Novo Nordisk Foundation fördert das Projekt mit umgerechnet rund 26,7 Millionen Euro. Das UKE koordiniert darin die Zusammenarbeit mit Forschungszentren in Aarhus und Aachen.
UKE landet im Spitzenbereich: So funktioniert die Methodik
Die Platzierung sollte allerdings nicht mit einem direkten Vergleich sämtlicher Behandlungsergebnisse verwechselt werden. Den größten Anteil an der Bewertung hat die Reputation einer Klinik innerhalb der Medizin.
83,5 Prozent des Ergebnisses beruhen auf einer internationalen Befragung von medizinischen Fachkräften und Krankenhausmanagern. Sie konnten Einrichtungen aus ihrem jeweiligen Fachgebiet empfehlen; Selbstempfehlungen waren nicht zulässig. Weitere zehn Prozent entfallen auf relevante Akkreditierungen und Zertifizierungen.
Die restlichen 6,5 Prozent berücksichtigen sogenannte PROMs. Damit ist gemeint, wie Krankenhäuser Angaben ihrer Patienten zu Behandlungsergebnissen, Beschwerden und Lebensqualität erfassen und für die Versorgung nutzen.
