Alexander Zverev: Nur der Zeitpunkt war noch offen

Dass Zverev den Italiener Sinner überholen und die Saison an der Spitze beenden würde, stand schon vorher fest. Offen war bis Donnerstagabend nur, wann es so weit sein würde. Mit dem Sieg im Achtelfinale gegen Griekspoor, der zuvor das Turnier in Brüssel gewonnen hatte, war die Frage beantwortet. Damit ging für Zverev rund fünfeinhalb Monate nach seinem ersten Grand-Slam-Titel der nächste große Karrieretraum in Erfüllung.

Vor dem Spiel hatte er sich noch gelassen gegeben, obwohl er die Chance hatte, eine 35 Jahre lange deutsche Durststrecke zu beenden. „Für mich ist es tatsächlich nicht so ein Riesenthema im Kopf“, sagte er. „Ich denke darüber momentan wirklich nicht nach, weil ich weiß, dass es passieren wird.“

Zverev gewann gegen den Niederländer mit 6:4, 7:5. Gegen Ende wurde die Partie enorm unterhaltsam. „Ich war super fokussiert und super motiviert. Aus verschiedenen Gründen, aber die Nummer eins war sicher ein großes Thema“, sagte Zverev.

Defekte Werbebande verzögert den Matchball von Alexander Zverev

Gleich im ersten Spiel gegen Griekspoor nahm Zverev seinem Gegner den Aufschlag ab. Danach brachten beide ihren Service durch, bis der Hamburger den ersten Satz nach 40 Minuten mit einem Ass gewann. Im zweiten Satz wehrte Griekspoor früh einen Breakball ab. Danach blieben beide Spieler bei eigenem Aufschlag sehr dominant. Beim Stand von 5:5 gab es einige spektakuläre Ballwechsel, dann gelang Zverev das vorentscheidende Break.

Kurz vor dem Sieg kam es zu einer kuriosen Szene: Eine defekte Werbebande verzögerte den Matchball. Zverev musste warten, verwandelte ihn dann aber souverän mit einem Ass. Nach 1:35 Stunden war das Spiel vorbei.

Zverev: „Du kannst mit Diabetes sein, was du willst“

In einem Video auf Instagram sprach Zverev über Platz eins, damals noch als Ziel. Zverev ist an Diabetes erkrankt und machte im Video anderen Betroffenen Mut: „Du kannst mit Diabetes sein, was du willst. Und du kannst mit Diabetes erreichen, was du willst.“

Danach kam er auf die Weltrangliste zu sprechen: „Die Medien und die Leute sprechen viel über die Nummer eins der Welt. Ist das auch eine Obsession? Die Nummer eins? Das wäre schön, ich weiß es nicht. Ich war da noch nicht, aber ich glaube, ich werde es.“ Und weiter: „Du musst den Wettkampf gewinnen, um die Nummer eins zu werden.“

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