
Kratzen im Hals loswerden
Woher Halsschmerzen kommen und was hilft
Aktualisiert am 21.11.2025 – 17:13 UhrLesedauer: 4 Min.
Halsschmerzen treten meist plötzlich auf, oft als Vorbote einer Erkältung. Welche Ursachen Halsweh haben kann und wie man die Schmerzen wieder loswird.
Egal, ob leicht oder stark, einseitig oder beidseitig: Halsschmerzen sind in der Regel unangenehm. Sie fühlen sich brennend oder kratzend an oder gehen mit einem wunden Gefühl im Hals einher. Beim Schlucken verstärken sich Halsschmerzen meist und oft fühlt es sich an, als wäre es im Hals enger als sonst.
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Neben den Halsschmerzen und Schluckbeschwerden zeigen sich oft weitere Beschwerden. Häufig klingt etwa die Stimme rau und heiser, es treten Ohrenschmerzen auf und/oder die Lymphknoten im Halsbereich sind geschwollen. Auch zu geschwollenen Mandeln, Fieber, Kopfschmerzen oder Schnupfen kann es begleitend kommen.
Halsschmerzen können zahlreiche Ursachen haben, in der Regel harmlose. In den meisten Fällen sind Halsschmerzen ein Anzeichen für einen Infekt im Nasenrachenraum, also den oberen Atemwegen.
Mit die häufigste Ursache für Halsweh ist ein Infekt mit Erkältungsviren. In etwa 10 von 100 Fällen verursachen bestimmte Bakterien das Halsweh: sogenannte A-Streptokokken. Bei Kindern sogar etwas häufiger, nämlich in 15 bis 30 von 100 Fällen.
Halsschmerzen können unter anderem auftreten bei:
- Erkältung
- Grippe
- Mandelentzündung
- Rachenentzündung
- Kehlkopfentzündung
- Kehldeckelentzündung
- Seitenstrangangina
- pfeifferschem Drüsenfieber
- Mumps
- Scharlach
- Diphtherie
- Pseudokrupp
- Allergien (wie Heuschnupfen)
- Schilddrüsenerkrankungen (wie Schilddrüsenvergrößerung, Schilddrüsenentzündung)
- Speiseröhrenentzündung
- Abszessen oder Zysten im Hals
- Verletzungen oder Verbrennungen im Hals
- Schnarchen
Auch wer seine Atemwege durch Rauchen reizt, bei der täglichen Arbeit ständig trockener Luft ausgesetzt ist (etwa durch Klimaanlagen) oder seine Stimme arbeitsbedingt stark belasten muss (wie durch langes oder lautes Reden oder durch Singen), kann unter Umständen Halsschmerzen bekommen.
Treten Halsschmerzen vor allem nachts oder morgens auf oder nehmen sie zu dieser Zeit zu, steckt möglicherweise Sodbrennen beziehungsweise ein nächtlicher Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (sog. Reflux) dahinter.
Behandlung: Was hilft gegen Halsschmerzen?
Meist sind Halsschmerzen harmlos und gehen im Durchschnitt nach etwa ein bis zwei Wochen von allein weg, sobald der auslösende Infekt abgeheilt ist. Eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten ist nur selten nötig.
Raucher sollten bei Halsschmerzen den Tabakkonsum möglichst pausieren oder wenigstens verringern. Besser noch für die Gesundheit wäre es, ganz mit dem Rauchen aufzuhören.
Lassen die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage nach oder nehmen sie sogar zu, ist es ratsam, die Halsschmerzen beim Arzt oder bei der Ärztin abklären zu lassen. Das gilt auch, wenn weitere Symptome hinzukommen oder sich der Allgemeinzustand verschlechtert.
Können als Ursache der Halsschmerzen Erkrankungen wie eine Allergie, nächtlicher Reflux oder Erkrankungen der Schilddrüse festgestellt werden, wird die Ärztin oder der Arzt diese gezielt behandeln.
Wer Halsweh hat, kann die Beschwerden erst einmal mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt lindern. Gegen akute Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung können zum Beispiel Lösungen zum Gurgeln, Rachensprays oder Lutschbonbons helfen. Die eigentliche Dauer der Erkrankung verkürzt sich dadurch jedoch nicht.
Bei der Behandlung mit solchen frei verkäuflichen Halsschmerzmitteln bietet sich Betroffenen eine große Auswahl an Produkten, die auf unterschiedliche Weise wirken. So gibt es unter anderem Mittel, die