Bei Teebaumöl als Hausmittel sollten Anwender zudem vorsichtig sein. Vor allem in konzentrierter oder unverdünnter Form kann das Öl zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Auf die WC-Gewohnheiten achten

Ein hoher Druck auf den Analbereich erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Hämorrhoiden (weiter) vergrößern. In diesem Zusammenhang kann es sinnvoll sein, die eigenen WC-Gewohnheiten unter die Lupe zu nehmen:

  • Achten Sie darauf, auf dem WC nicht stark zu pressen. Je mehr und länger Sie pressen, desto mehr wird die Analregion belastet.
  • Verweilen Sie nicht länger auf der Toilette als nötig.
  • Gehen Sie nur auf die Toilette, wenn Sie Harn- oder Stuhldrang verspüren – und nicht, weil es vermeintlich Zeit wäre.
  • Umgekehrt gilt: Halten Sie Stuhldrang nicht unnötig lange zurück, sondern gehen Sie möglichst zeitnah auf das WC.

Wer diese Tipps beherzigt, beseitigt zwar nicht das Hämorrhoidalleiden, kann jedoch dessen Fortschreiten entgegenwirken.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Sanfte Analhygiene

Ist die Analregion sehr gereizt, können Sie die Beschwerden mit einer gründlichen, aber sanften Analhygiene lindern. Vermeiden Sie kräftiges Wischen oder Reiben mit dem Toilettenpapier und tupfen Sie den irritierten Bereich stattdessen vorsichtig ab.

Hilfreich kann es auch sein, das Toilettenpapier vor dem Benutzen leicht mit Wasser zu benetzen und die Analregion anschließend trocken zu tupfen.

Kein geeignetes Hausmittel ist dagegen feuchtes Toilettenpapier aus der Drogerie oder dem Supermarkt. Es enthält häufig Substanzen, die die ohnehin schon irritierte Haut zusätzlich reizen können.

Eine gründliche Analhygiene ist grundsätzlich wichtig. Jedoch sollten Sie es damit nicht übertreiben, da die Beschwerden ansonsten zunehmen können. Waschen Sie den Analbereich mit lauwarmem Wasser. Verzichten Sie auf Seifen oder aggressive Waschlotionen.

Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Verstopfung entgegenwirken

Harter Stuhlgang führt dazu, dass Betroffene auf der Toilette stark pressen – und das kann ein Hämorrhoidalleiden verstärken. Daher empfiehlt es sich, die Verdauung in Schwung zu bringen und einer Verstopfung entgegenzuwirken, indem ein weicher Stuhlgang erreicht wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördern die Verdauung. Zu ballaststoffreichen Lebensmitteln zählen etwa Vollkornprodukte (zum Beispiel Vollkornbrot), Leinsamen, Nüsse und Trockenfrüchte.

Beachten Sie

Zu viele Ballaststoffe können bei manchen Personen Durchfall auslösen, welcher wiederum die Analregion reizt. Daher sollten Betroffene die Ernährung nur langsam umstellen.

Auch Ballaststoffe wie Flohsamen können die Verdauung anregen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Flohsamen das Risiko für hämorrhoidale Blutungen senken. Wer Flohsamen zu sich nimmt, sollte unbedingt ausreichend trinken, da die Samen andernfalls verkleben und den Darm blockieren können. Bei bestimmten Erkrankungen sollten Sie Flohsamen nicht einnehmen, etwa, wenn Sie schon einmal einen Darmverschluss hatten. Sprechen Sie daher vor der Einnahme mit Ihrem Arzt.

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