Großrazzia in JVA

Häftlinge sollen bewaffneten Aufstand geplant haben


22.07.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Siegburg (Archivbild): Nach dem Hinweis eines Häftlings rückte die Polizei zur Razzia aus. (Quelle: imago)

Einsatzkräfte der Polizei strömen in ein Gefängnis: Dann durchsuchen sie Zelle für Zelle. Der Grund: Es gab einen Hinweis auf eine bevorstehende Revolte.

Rund 100 Einsatzkräfte der Polizei haben am Dienstagabend die Justizvollzugsanstalt Siegburg durchsucht. Wie das nordrhein-westfälische Justizministerium mitteilte, war der Auslöser der Hinweis eines Gefangenen. Demnach sollen Inhaftierte einen gewaltsamen Aufstand geplant haben, bei dem auch Waffen zum Einsatz kommen sollten.

Um die Sicherheit der Anstalt „vollumfänglich zu gewährleisten und jede Gefährdung von Bediensteten sowie Gefangenen auszuschließen“, habe die Anstaltsleitung in enger Abstimmung mit der Landesjustizvollzugsdirektion und der Polizei umgehend reagiert, teilte das Justizministerium weiter mit.

NRW-Justizminister Limbach: „absolute rote Linie“

Noch ist unklar, ob der Verdacht berechtigt war und Häftlinge tatsächlich eine Revolte planten. Dies sei Sache der laufenden Ermittlungen, hieß es. Auch ob während der Razzia verbotene Gegenstände bei Häftlingen gefunden wurden, müsse erst noch ausgewertet werden. Gegen 22 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen. Verletzte habe es nicht gegeben.

NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) erklärte, die Androhung bewaffneter Gewalt in einer Justizvollzugsanstalt sei eine „absolute rote Linie“: „Solche Hinweise wischen wir nicht beiseite.“ Wer plane, JVA-Bedienstete anzugreifen, müsse „mit der geballten Entschlossenheit des Staates rechnen“.

Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, würden die Drahtzieher die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, erklärte Justizminister Limbach weiter.

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