Grünen-Spitzenkandidat Graf
Nach Fan-Randale: „Bei Hertha BSC gibt es ein Problem mit Gewalt“
08.04.2026 – 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Ausschreitungen während der Partie von Hertha gegen Dynamo Dresden haben erneut eine Debatte über Gewalt in deutschen Fußballstadien losgetreten. Aus der Berliner Landespolitik kommt harte Kritik an den Herthanern.
Der Spitzenkandidat der Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September verurteilt die „Ausschreitungen rund um das Fußballspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC vom Wochenende“ im Gespräch mit t-online „aufs Schärfste“.
Da Hertha-Fans in letzter Zeit vor allem bei Auswärtsspielen wiederholt negativ aufgefallen sind, sagt Werner Graf nun: „Bei Hertha BSC gibt es ein Problem mit Gewalt.“ In den vergangenen Jahren sei Herthas Fanszene zwar immer bunter und diverser geworden. „Dass nun vor allem aggressive Männer ein friedliches Stadionerlebnis zerstören und Erinnerungen an die alten Hooligan-Jahre aufkommen, ist schrecklich.“
Lange sei es in den Stadien friedlich gewesen, umso beunruhigender seien die jüngsten Entwicklungen rund um Spiele von Hertha. „Diese zunehmende Gewalt ist ein Problem und muss wieder beendet werden.“
Hertha habe noch immer eine lebendige und bunte Fankultur, auf die viele stolz seien, so Graf weiter. Aber: „Solche Ausschreitungen und eine solche Gewalt schaden der gesamten Fanszene und werfen kein gutes Licht auf den Fußball.“
Auch der Verein sei nun gefordert, mit den Fangruppen Maßnahmen zu ergreifen, um Randale wie in Dresden zukünftig zu verhindern. Dabei begrüße er ausdrücklich die „Bemühungen der Vereinsführung um Verbesserungen“, so Werner Graf. Sicherheit in Fußballstadien könne nur zusammen mit der aktiven Fanszene entstehen, nicht gegen sie.
Am Samstag hatten sich Anhänger von Hertha BSC und Dynamo Dresden während der Zweitligapartie der Berliner bei den Sachsen gegenseitig körperlich angegriffen und Feuerwerkskörper auf das jeweils andere Fanlager abgefeuert. Mittlerweile befasst sich eine neue Ermittlungsgruppe mit den Ausschreitungen. Es geht um den Vorwurf der Körperverletzung, von Sachbeschädigung, des Landfriedensbruchs und von Beleidigungen.
