Grünen-Fraktion in Bayern: Notfall-Ausrüstung für jeden Bürger

Krisenvorsorge

Grüne fordern Notfall-Ausrüstung für jeden Bürger

22.01.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 1 Min.

Grünen-Fraktionschefin im bayrischen Landtag, Katharina Schulze (Archivbild), hat die Staatsregierung kritisiert. Bayern sei nicht ausreichend auf Krisen vorbereitet, so Schulze. (Quelle: Lukas Barth/dpa/dpa)

Die Landtags-Grünen wollen Bayern besser auf Katastrophen vorbereiten und kritisieren das „Schneckentempo“ in der Sicherheitspolitik.

Die Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag hat einen Notfallrucksack für jeden Haushalt in Bayern gefordert. Nach Ansicht der Grünen im Landtag soll dieser zur besseren Vorbereitung auf Krisen und Notfälle dienen. Fraktionschefin Katharina Schulze hat dabei auch die unzureichende Infrastruktur im Freistaat kritisiert.

Demnach würden in Bayern etwa 10.000 Sirenen für den Ernstfall fehlen. Um also auf einen Notfall wie einen Stromausfall oder Naturkatastrophen wie Starkregen reagieren zu können, müssen die Bürger selbst besser vorbereitet sein.

„Da soll einfach nur das Nötigste drin sein. Ein bisschen Verbandszeug, Taschenlampe, wenn es Licht ausgeht, eine Rettungsdecke und auch Handlungsmöglichkeiten“, sagte Fraktionschefin Katharina Schulze zum Auftakt der Klausur der Landtagsabgeordneten in München. „Wir müssen es stärker schaffen, dass die Gesellschaft oder dass Bürgerinnen und Bürger besser wissen, was sie im Ernstfall tun können.“

Die Grünen planen zudem landesweite Aktionstage mit Blaulichtorganisationen und Schulen, erläuterte Schulze. Ziel sei es, die Resilienz der Bürgerinnen und Bürger in Bayern zu verbessern.

„In Bayern fehlen über 10.000 Sirenen“, sagte Schulze. Es müsse wieder verstärkt in die klassischen Sirenen investiert werden. Die Grünen-Politikerin kritisierte das „Schneckentempo bei der Sicherheitspolitik“ in Bayern.

Zum Auftakt der Klausur lud Schulze Kardinal Reinhard Marx und den früheren Skirennläufer Christian Neureuther ein. Alle drei habe es beschäftigt, dass in Bayern für viele das „Wir-Gefühl“ verloren gehe.

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