
Mit mehr als 1.000 km Reichweite
ID. Era 9X: VW bringt XL-SUV für China
12.01.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Volkswagen stellt in China ein elektrisches SUV vor, das größer ist als ein BMW X7 – und trotzdem nicht ohne Benziner auskommt. Was hinter dem neuen ID. Era 9X steckt.
Die Uhren in China ticken anders als in Europa. Das hat VW in den vergangenen Jahren auf drastische Art und Weise lernen müssen: Die Marke, einst führend mit Modellen wie Jetta und Santana, gilt mittlerweile als altbacken. Software ist ein wichtiger Faktor, zudem sind lokale Hersteller wie BYD mittlerweile auf einem ähnlichen Qualitätsniveau angekommen. Mit dem ID. Era 9X will VW die Wahrnehmung wieder ändern und springt auf einen Trend auf, der vor allem in China derzeit eine wichtige Rolle spielt: Das SUV ist für europäische Verhältnisse nicht nur ziemlich groß, sondern setzt auch auf einen Sonderweg beim Antrieb.
Es kombiniert batterieelektrisches Fahren mit einem klassischen Verbrennungsmotor. Dank eines Range Extenders – eines kleinen Benzinmotors, der als Generator dient – kann der ID. Era 9X auch längere Strecken zurücklegen. Die Gesamtreichweite soll über 1.000 Kilometer betragen.
Entwickelt wurde das Modell vom Joint Venture SAIC Volkswagen. (SAIC steht für (Shanghai Automotive Industry Corporation.) Mit mehr als 5,20 Metern Länge überragt es sogar den BMW X7. Sechs Sitzplätze in drei Reihen, eine digitale Cockpit-Landschaft und eine eigenständige Designsprache mit dem Namen „DAQI“ (steht für „kühn“) kennzeichnen das SUV, das speziell auf chinesische Vorlieben zugeschnitten ist. Die reine E-Reichweite liegt je nach Variante zwischen 267 und 340 Kilometern.
Volkswagen reagiert mit dem Era 9X auf sinkende Marktanteile und zunehmende Konkurrenz in China. Modelle wie der ID.4 oder ID.6 konnten zuletzt nicht überzeugen, während chinesische Hersteller mit schnell entwickelten, digitalisierten Fahrzeugen Marktanteile gewinnen.
Die Antwort des Konzerns: Lokale Entwicklung für einen lokalen Markt. In Hefei betreibt VW inzwischen ein eigenes Entwicklungszentrum mit rund 3.000 Ingenieuren. Dort entstehen Plattformen, Software und Fahrzeuge, die auf die Bedürfnisse der chinesischen Zielgruppe abgestimmt sind: jüngere, urbane Kundinnen und Kunden, die Wert auf Konnektivität und Reichweite legen.