Alpen-Drama in der Schweiz

Gondel stürzt in Skigebiet in die Tiefe


Aktualisiert am 18.03.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Gondelbahn Engelberg-Titlis: Das Unglück soll sich kurz nach der Mittelstation ereignet haben. (Quelle: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa)

In einem Schweizer Skigebiet weht starker Wind. Eine Gondel stürzt in die Tiefe und überschlägt sich mehrfach. Ein Mensch stirbt.

Im größten Skigebiet der Zentralschweiz ist am Mittwochvormittag gegen 11 Uhr eine Gondel abgestürzt. Eine Person starb, wie ein Sprecher der zuständigen Kantonspolizei Nidwalden am Mittwochnachmittag sagte. Der Tote sei bisher nicht identifiziert.

Die anderen Gondeln der Seilbahn im Skigebiet Engelberg-Titlis mussten evakuiert werden. Um 15 Uhr lief die Evakuierung laut Polizei immer noch. Später sagte der Geschäftsführer der Titlisbahnen, alle Menschen seien aus den Gondeln in Sicherheit gebracht worden. Es soll sich um 100 bis 200 Personen gehandelt haben.

Mehrere Medien veröffentlichten Videoaufnahmen: Zu sehen ist, wie im Skigebiet Engelberg-Titlis eine Kabine in die Tiefe stürzt, auf den Hang prallt und sich mehrfach überschlägt, bevor sie liegenbleibt. In der für acht Personen zugelassenen Kabine sei zum Unglückszeitpunkt nur eine Person gewesen, sagte der Sprecher der Kantonspolizei weiter.

Auf einem weiteren Video ist der Nachrichtenseite „20 Minuten“ zufolge zu sehen, wie der Verunglückte reanimiert wurde. „Sie haben eine Person sicher 30 Minuten versucht, wiederzubeleben“, zitierte die Boulevardzeitung „Blick“ einen Augenzeugen. Der Anblick sei schockierend gewesen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks soll starker Wind in der Region geweht haben – in exponierten Lagen mit Spitzen von bis zu 130 km/h. „Es hat stark gewindet“, beschrieb der Augenzeuge laut „Blick“ den Moment kurz vor dem Unglück. „Dann gab es einen Ruck, wo sich das Seil bewegt hat.“ Schließlich sei die Kabine abgestürzt.

Das Skigebiet Engelberg liegt südlich des Vierwaldstättersees auf knapp 3.000 Metern. Die Talstation Engelberg liegt auf gut 1.000 Metern. „Aufgrund starken Winds bleiben die Anlagen oberhalb Gerschnialp geschlossen“, hieß es nach dem Unglück auf der Internetseite der Titlisbahnen. Die Gondel stürzte kurz nach der Mittelstation Trübsee ab.

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