Ausgeladen wegen ihres Körpers?
GNTM-Star Stefanie Giesinger rechnet mit Magerwahn ab
02.04.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Modelwelt entwickelt sich für Stefanie Giesinger zusehends in eine falsche Richtung. Sie selbst berichtet von Negativ-Erfahrungen.
Stefanie Giesinger wollte wieder mehr auf dem Laufsteg stehen. Die GNTM-Gewinnerin von 2014 war für drei Modeschauen gebucht, der Designer machte ihr Komplimente. Doch in letzter Minute wurde sich doch umentschieden. Bei der Fashion Week in Mailand nahm ein anderes Model kurzfristig ihren Platz ein, wie Giseinger in ihrem Podcast „G Spot“ schilderte.
Backstage hatte die 29-Jährige bereits bemerkt, wie dünn die anderen Models waren. „Ich hatte genauso einen Körper, als ich sieben bis zehn war“, sagte Giesinger. Als sie sich das Model anschaute, das ihren Platz bekommen hatte, sah sie ihre Vermutung bestätigt: jünger und dünner.
In jenem Moment meldeten sich alle ihre Unsicherheiten auf einmal. Sie brach in Tränen aus. „Meine Welt ist zusammengebrochen. Und was auch immer die Gründe dafür sind, all meine Unsicherheiten wurden hochgeholt: Ich bin jetzt zu alt, ich bin jetzt zu fett, ich kann kein Model sein“, so Giesinger.
Dabei betonte sie, keinerlei Probleme mit ihrer Figur zu haben. „Ich habe einen gesunden Körper und ich ernähre mich überwiegend gesund (…). Und wenn das bedeutet, ich passe halt nicht mehr in die XS, dann ist das für mich auch vollkommen fein und ich muss mich jetzt nicht diesem neuen, schlanken Körperideal fügen, das ich wahrgenommen habe bei der Fashion Week.“
Das Körperideal in der Branche habe sich verändert, sagte Giesinger: „Ich würde sagen, dass in den letzten Jahren das Körperideal noch mal dünner wurde.“ Die Folgen für die Models seien spürbar: „Ich kann euch sagen, 80–90 Prozent werden leider nicht mehr ihre Periode haben, es ist kein gesundes Schönheitsideal.“ Das Ausbleiben der Periode gilt als Warnsignal des Körpers, der in den Notmodus schaltet, wenn zu wenig Energie für den Fortpflanzungsprozess vorhanden ist.
Auch das Verschwinden von Vielfalt auf den Laufstegen beschäftigt sie. Plus-Size-Models seien kaum noch zu sehen, und sie selbst habe das Gefühl, inzwischen bereits in diese Kategorie eingeordnet zu werden.
