Gil Ofarim ist König – und jetzt?

Während für alle anderen feststand: Da zieht ein Lügner ins Dschungelcamp, taten RTL und auch Ofarim so, als wäre nichts gewesen. Ich mach‘ mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt. „Ich kann dazu leider nichts sagen“, so kurz und knapp moderierte Ofarim jegliche Nachfragen zu seiner Geschichte ab. Den Rest übernahm der Schnitt, die Moderation und ja, auch Ariel, die nicht müde wurde, Ofarim als Lügner und Verbrecher zu betiteln, womit sie das TV-Publikum allerdings sehr müde machte.

Wie eine Mutter, die den Freund ihres Kindes nicht mag, trieb sie das Kind immer weiter in die Arme des Freundes. Wobei, Sie verstehen es schon, Ariel die Mutter ist, wir Zusehenden das Kind und Gil der Freund. Dem Schnitt verdankt Ofarim ebenfalls viel. Er kam bescheiden, geerdet, intelligent, ruhig und korrekt rüber. Während andere sich angifteten, konnte sich sein Image von allem Toxischen erholen. Gleichzeitig erweckte Ofarim den Eindruck, dass doch nicht alles so gelaufen war, wie es in der Öffentlichkeit und ja sogar im Gerichtsverfahren dargestellt worden war.

Ob dies im Verfahren auch am Schnitt lag? Es hätten nämlich Sequenzen des Überwachungsvideos im Hotel gefehlt, so sagte er. Und es habe einen Zeugen gegeben, der ihn mit seinem Davidstern in der Hotelschlange gesehen haben will. War also doch alles nicht gelogen? „Ich kann dazu leider nichts sagen“, wusch Ofarim dann wieder seine Hände in Unschuld. Und verstärkte diesen Unschuldsgedanken noch mit der Verweigerung einer Entschuldigung. Die fehlte vor allem den Mitcampern. Wieso bereut er seine Tat nicht? Wieso entschuldigt er sich nicht? Diese Fragen gingen neben Ariel auch Simone Ballack oder Stephen Dürr durch den Kopf. Am vorletzten Tag überraschte Ofarim dann mit der Aussage, er habe sich mehrfach entschuldigt, und zwar am Dschungeltelefon.

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