
Dschungelcamp nach Davidstern-Affäre
Gil Ofarim reagiert auf Boykottaufrufe
Aktualisiert am 08.01.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Musiker zog sich nach seinem Gerichtsprozess aus der Öffentlichkeit zurück. Nun äußert er sich erstmals zu seiner umstrittenen Dschungelcamp-Teilnahme.
Die Teilnahme von Gil Ofarim am Dschungelcamp löst Aufregung aus. Nach seiner Verurteilung im Zuge der Davidstern-Affäre hatte sich der Musiker weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nach einem zunächst musikalischen Comeback sucht er über das Dschungelcamp jetzt den Weg zurück ins deutsche Fernsehen, jedoch nicht ohne Gegenwind.
Video | Die dramatische Wende im Fall Ofarim:
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Viele Fans der RTL-Show äußerten sich unter einem Instagram-Post zum Dschungelcamp kritisch zu Ofarims Teilnahme. „Kein Dschungelcamp mit Gil Ofarim“, „Ihr könnt die Teilnahme von Gil nicht damit rechtfertigen, dass er sich vor Gericht gestellt hat“, „Brauche ich dieses Jahr alles nicht, da ich das Dschungelcamp wegen Gil Ofarim boykottiere“ und „Sorry, aber mit Gil schau ich nicht“, heißt es in den Kommentaren. Nun meldet sich der Musiker erstmals zu den kritischen Reaktionen zu Wort. „Ich kann mir letztendlich wahnsinnig viele Gedanken machen oder mich verrückt machen“, erklärt der 43-Jährige in einem RTL-Einspieler mit dem Titel „Vorbelastet ins Dschungelcamp?“.
Während viele Zuschauer seinen Auftritt in der Realityshow boykottieren wollen, beteuert Ofarim, dass er sich in der Zeit abseits der Öffentlichkeit weiterentwickelt habe. Wochenlang kursierten Gerüchte um seine Teilnahme, bis RTL Anfang Januar offiziell bestätigte: Gil Ofarim gehört zum Cast der kommenden „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“-Staffel.
Der Sender verteidigte die Entscheidung für den Kandidaten: „Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse. Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, sehen wir ab dem 23. Januar.“
Gil Ofarim hatte 2021 öffentlich behauptet, in einem Leipziger Hotel wegen einer Davidstern-Kette antisemitisch diskriminiert worden zu sein; diese Darstellung stellte sich später als unwahr heraus. Im Strafprozess 2023 gestand er, den Vorfall im Kern erfunden und den Hotelmitarbeiter zu Unrecht beschuldigt zu haben, und entschuldigte sich dafür vor Gericht.