Neue Stimme im Oktoberfest-Streit
Krause kann sich weitere Wiesn-Brauerei vorstellen
29.04.2026 – 17:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Gibt es bald noch mehr verschiedene Biere auf dem Oktoberfest? Der neue OB kann sich das vorstellen. Eine Brauerei dürfte das besonders freuen.
Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat sich nach Angaben seines Sprechers offen für eine Erweiterung der Wiesn-Zulassung gezeigt: Alle Münchner Brauereien könnten sich für das Oktoberfest bewerben, sagte er demnach.
Bereits im Wahlprogramm der Münchner Grünen für die Kommunalwahl hatte es geheißen: „Wir zeigen uns offen für neue Brauereien auf dem Oktoberfest, sofern sie Münchner Bier brauen und die vorgegebenen Kriterien erfüllen.“
Krauses Äußerung als designierter Oberbürgermeister dürfte besonders die Giesinger Brauerei interessieren, die seit geraumer Zeit mit ihrer Forderung nach einer Wiesn-Zulassung Schlagzeilen macht – und ein entsprechendes Bürgerbegehren gestartet hat. Das Unternehmen will per Bürgerentscheid erreichen, dass die Stadt München ab 2027 auch Giesinger Bräu auf dem Oktoberfest zulässt.
Nach Angaben der Brauerei haben mehr als 17.000 Menschen das Begehren unterzeichnet. Für den angestrebten Bürgerentscheid seien 40.000 Unterschriften nötig. Die Frage beim Bürgerentscheid lautet nach Angaben der Brauerei: „Bist Du dafür, dass die Landeshauptstadt München ab 2027 auch den Ausschank von Bier der Brauerei Giesinger Bräu auf dem Münchner Oktoberfest erlaubt?“
Seit die Brauerei einen Tiefbrunnen im Stadtgebiet betreibt, darf sie ihr Bier nach eigenen Angaben offiziell als Münchner Bier bezeichnen – und erhebt seitdem Anspruch auf eine Wiesn-Zulassung. Bislang sind auf dem Oktoberfest nur sechs Brauereien zugelassen: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten.
Die Brauerei gibt an, bei der Zulassung an städtischen Hürden zu scheitern. Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) hat diesen Vorwurf zurückgewiesen. Die Brauerei könne „einfach mal einen Antrag stellen, wie ihn jeder andere Wiesn-Beschicker auch stellt“, sagte Scharpf. Bislang sei kein solcher Antrag von Giesinger Bräu eingegangen.
