
„Senkt riskanten Konsum“
Gesundheitspolitiker der Koalition wollen höhere Alkoholpreise
10.01.2026 – 00:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU werben für eine höhere Besteuerung von Alkohol. Die aktuellen Sätze seien nicht mehr zeitgemäß.
Gesundheitspolitiker von SPD und CDU haben für höhere Alkoholpreise in Deutschland geworben. „Internationale Erfahrungen zeigen sehr deutlich: Eine maßvolle Erhöhung der Alkoholpreise senkt insbesondere den riskanten Konsum, vor allem bei Jugendlichen und Vielkonsumierenden“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, der „Rheinischen Post“.
Aus gesundheitsökonomischer Perspektive sei „die derzeitige Alkoholbesteuerung in Deutschland nicht mehr zeitgemäß“, so Pantazis. Sie sei „seit Jahren kaum angepasst worden“. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), befürwortete „die Einführung einer zweckgebundenen Abgabe“. Eine solche dürfe aber „kein Instrument der Haushaltskonsolidierung sein, sondern muss ein gezieltes gesundheitspolitisches Steuerungsinstrument werden“.
Der Fokus müsse dabei „klar auf hochprozentigem Alkohol liegen“, sagte Borchardt. Dort sei „das Risiko für Abhängigkeit, schwere Erkrankungen und die langfristigen Belastungen des Gesundheitssystems besonders hoch.“ Mit den Einnahmen sollten „Prävention, Suchtberatung, Therapieangebote und die Versorgung alkoholbedingter Erkrankungen nachhaltig gestärkt werden.“