Kommunalwahl 2026

CDU in Frankfurt vorn – „klarer Auftrag zum Politikwechsel“


Aktualisiert am 16.03.2026 – 17:55 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Stimmenauszählung der Jumbo-Wahlzettel für die Kommunalwahl in Frankfurt läuft: Die CDU liegt im Trendergebnis vorn. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

Nach dem Wahlerfolg der CDU in Frankfurt stehen Gespräche zur Bildung einer neuen Stadtregierung an. Auf welche Themen die Partei dabei Wert legt.

Die CDU ist laut dem Trendergebnis als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl in Frankfurt hervorgegangen. Die Partei erhielt 26,5 Prozent der Stimmen – 4,6 Prozentpunkte mehr als bei den Kommunalwahlen 2021. Damit ist die bisher regierende Koalition in der größten hessischen Stadt abgewählt.

Frankfurt wurde seit 2021 von einem Viererbündnis aus Grünen, SPD, FDP und Volt regiert, die FDP verließ das Bündnis vergangenes Jahr.

Die Grünen erhielten nun 21,0 Prozent (minus 3,6 Punkte) und die SPD 16,7 Prozent (minus 0,3 Punkte). Die FDP (minus 2,9 Punkte) und Volt (plus 1,0 Punkte) kamen jeweils auf 4,7 Prozent. Die AfD erreichte 9,1 Prozent (plus 4,6 Punkte). 8,9 Prozent holte die Linke (plus 1,0 Punkte),

Vertreter der Frankfurter CDU erklärten, man sehe das Ergebnis als klaren Auftrag, eine neue Koalition unter eigener Führung zu bilden. „Die CDU wird jetzt den anderen demokratischen Parteien in Frankfurt Gespräche über die Bildung einer neuen Stadtregierung anbieten“, erklärt Spitzenkandidat Nils Kößler. Grundlage würden die Themen, für die die CDU im Wahlkampf geworben hat. Die Partei nannte Sicherheit, Sauberkeit, Mobilität, Wohnraum und Bildung.

Die Frankfurter Grünen zeigten sich zufrieden mit dem Trendergebnis. Es sei ein klarer Auftrag, „weiter an einer grünen, sozialen und lebenswerten Stadt zu arbeiten“. Der Auftrag, Gespräche über die Bildung einer Koalition zu führen, liege bei der CDU.

Ernüchternd war das Ergebnis dagegen aus Sicht der SPD. Die Frankfurter SPD-Co-Vorsitzende und Spitzenkandidatin Ina Hartwig sagte der Frankfurter t-online-Redaktion: „Wir hätten uns mehr erwartet, das gebe ich gerne zu. Aber noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt.“ Für eine abschließende Bewertung sei es noch deutlich zu früh. In einer Umfrage vor der Wahl war die SPD auf deutlich stärkere 20 Prozent gekommen. Entscheidend werde nun sein, welche Koalitionsmöglichkeiten am Ende da seien.

Bisher treffen die Trends aus den einzelnen Wahlbezirken ein – für die Stadtverordnetenversammlung und die Wahl der Ortsbeiräte. Grund dafür ist das Wahlsystem: Da im Stadtparlament 93 Sitze vergeben werden, haben die Wähler auch genau 93 Stimmen zur Verfügung. Diese können bei der Kommunalwahl nicht nur als Listenkreuz vergeben, sondern einzeln auf verschiedene Kandidaten verteilt (Panaschieren) oder gehäuft (Kumulieren) werden.

Zunächst werden nur die unveränderten Stimmzettel ausgezählt, also solche, bei denen Wähler ein Listenkreuz gesetzt haben. Bei vergangenen Wahlen hätten etwa 60 Prozent der Wähler auf diese Weise gewählt, sagte Dr. Ralf Gutfleisch vom Bürgeramt Statistik und Wahlen der Frankfurter t-online-Redaktion. Dementsprechend unsicher dürfte heute auch das erste Trendergebnis sein.

Share.
Die mobile Version verlassen