Jugendwörter im Wandel

Diese Wörter können verraten, welcher Generation Sie angehören


Aktualisiert am 07.02.2025Lesedauer: 3 Min.

Sprache: Sie kann verraten, in welcher Zeit Sie aufgewachsen sind. (Quelle: skynesher/getty-images-bilder)

Sie wollen zu geiler Mucke abhotten? Klingt so, als könnten Sie vor 1980 geboren worden sein. Wir verraten, welche Jugendwörter wann angesagt waren.

Besonders Wörter und Wendungen prägen die Jugendsprache einer Generation. Was früher einmal als bombastisch, urst oder geil bezeichnet wurde, ist für die heutige Jugend lit oder wild. So kann die Verwendung von bestimmten Wörtern auch einen Hinweis darauf geben, wann jemand aufgewachsen ist. Welche Slangwörter in welcher Generation typisch sind beziehungsweise waren, hat die Sprachlern-App Babbel für t-online ermittelt.

„Slangbegriffe sind quasi eine Spiegelung von größeren gesellschaftlichen Bewegungen oder Ereignissen“, sagt Todd Ehresmann, Sprachwissenschaftler bei Babbel. „Besonders in der digitalen Welt sehen wir über die Generationen hinweg eine Entwicklung von ‚analogen‘ Begriffen, die die Freizeitaktivitäten der Babyboomer-Generation reflektiert haben, bis hin zur Generation Z, wo fast alle Slang-Begriffe entweder direkt oder indirekt mit den digitalen Medien beziehungsweise der digitalen Kommunikation verbunden sind.“

Man könne also auch an den Mustern der Jugendwörter sehen, wie sich die Gesellschaft entwickelt hat.

Babyboomer (geboren ca. 1946 bis 1967)

Die geburtenstarke Generation der Nachkriegszeit erlebte das Wirtschaftswunder, die Mondlandung, die Studentenbewegung der 1960er. Jeans waren in, genauso „Party-Treffpunkte“ wie die Milchbar. Deutschland war geteilt in Ost und West. All das spiegelte sich in den Soziolekten dieser Generation wider. An diesen zehn typischen Slangwörtern aus den 1960er und frühen 1970er Jahren kann man die Babyboomer zum Beispiel erkennen:

Generation X (geboren ca. 1965 bis 1979)

Die Generation X wurde mit steigenden Arbeitslosenquoten, dem Wettrüsten und der atomaren Bedrohung groß. Für Ablenkung und starkes Markenbewusstsein sorgte nicht nur die bunte Werbewelt, sondern auch die Geburtsstunde der Musiksender. Computer, Handys und Co. gab es kaum, die Freizeitaktivitäten waren also Disco, Tanzen und Kino, die Popkultur stand im Mittelpunkt. Die Generation X prägte etwa diese Wörter:

Generation Y / Millennials (geboren ca. 1980 bis 1999)

Menschen der Generation Y kennen sich in Sachen digitale Medien aus. Sie beherrschen Smartphone und Social Media nicht nur in der Freizeit, sondern auch für Arbeitszwecke. Arbeit und Leben sind eng miteinander verwoben. Die Zeichenlimits einer SMS (und später bei Twitter) führten dazu, dass alles abgekürzt wurde – zunächst schriftlich und mit Emojis, dann auch verbal. Online-Dienste wie MSN und Myspace brachten eine Chatkultur mit einem ganz eigenen Slang hervor. Auch fanden immer mehr Anglizismen Einzug in die Alltagssprache. Einige Beispiele:

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