Gehen kann Fatigue nach Darmkrebs lindern

Laut Studie

Gehen kann Fatigue nach Darmkrebs lindern


03.02.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Regelmäßige Spaziergänge können sich nach einer Krebsbehandlung positiv auswirken. (Quelle: herkisi/getty-images-bilder)

Auch lange nach einer Krebserkrankung fühlen sich Betroffene oft noch dauerhaft erschöpft. Laut einer Studie kann regelmäßiges Gehen dabei helfen, solch eine Fatigue zu lindern.

Viele Menschen leiden nicht nur während einer Krebsbehandlung, sondern auch noch lange danach unter einer Fatigue. Eine tiefe Erschöpfung, die sich auch durch Schonung und Schlaf kaum bessert. Ergebnisse der internationalen ColoCare-Studie zeigen nun, dass regelmäßige leichte Bewegung wie Gehen Betroffenen helfen kann, aus einer Fatigue wieder herauszukommen, insbesondere bei Darmkrebs.

Für die Studie analysierten die Forscher Daten von über 1.700 Menschen, bei denen Darmkrebs neu festgestellt wurde. Diese hatten sechs, 12 und 24 Monate nach der Diagnose einen Fragebogen dazu ausgefüllt, wie es ihnen in der zurückliegenden Woche ging. In diesem wurden unter anderem körperliche Aktivität, Fatigue und Lebensqualität erfasst.

Dabei zeigte sich vor allem bei Betroffenen, bei denen sich keine Metastasen gebildet hatten, dass sich insbesondere regelmäßiges Gehen sechs bis 12 Monate nach der Diagnose positiv auswirkte. Bei ihnen ging die Fatigue deutlich zurück, während die Lebensqualität gleichzeitig zunahm.

Den Forschern zufolge gibt es demnach ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis etwa ein Jahr danach ein „Erholungsfenster“, in dem körperliche Aktivität eine besonders gute Wirkung zu erzielen scheint. Dabei spielte es keine Rolle, wie aktiv Betroffene vor der Diagnose waren, sondern ob sie die regelmäßige Bewegung später beibehalten konnten.

Im Unterschied zu manch anderen Sportarten ist Gehen einfach umzusetzen und lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Die einfache Bewegungsform ist gut dosierbar und überlastet den Körper in der Regel nicht. Nach einer Krebsbehandlung körperlich aktiv zu sein, stärkt die Muskeln und fördert die allgemeine Fitness, kann sich aber auch auf Schlaf und Psyche positiv auswirken. Das kann helfen, das Wohlbefinden insgesamt zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern.

Ob und wie viel Bewegung nach einer Krebsbehandlung ratsam ist, sollten Betroffene dabei am besten mit ihrem Arzt besprechen. Wichtig ist, die Bewegung immer an die individuelle Belastbarkeit anzupassen und sich nicht zu überfordern. Schon kurze regelmäßige Bewegungseinheiten wie Spazierengehen können dabei helfen, sich schneller von den Strapazen einer Krebserkrankung zu erholen und eine Fatigue zu verringern.

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