
Weltmarktführer für Industriegas
Gasriese plant massiven Jobabbau: Hunderte Arbeitsplätze in Gefahr
09.02.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Der weltweit größte Industriegashersteller Linde steht vor starken Umstrukturierungen. Hunderte könnten das Unternehmen verlassen.
Der Industriegashersteller Linde plant nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ einen umfangreichen Stellenabbau in seiner Anlagenbau-Sparte. Betroffen sind die Standorte Höllriegelskreuth bei Pullach und Dresden. Bis Ende Mai könnten dort bis zu 400 Arbeitsplätze wegfallen, was nahezu jeder vierten Stelle in diesem Bereich entspricht. Nach Angaben aus dem Unternehmen laufen derzeit intensive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern und den Betriebsräten.
Linde begründet den geplanten Abbau mit einem zunehmend harten internationalen Kosten- und Technologiewettbewerb im Anlagenbau. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, sei eine Anpassung von Organisation und Ressourcen notwendig, teilte das Unternehmen mit. In einem internen Schreiben, das der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt, werden den Beschäftigten mehrere Optionen eingeräumt: Sie können bis Ende März einen Aufhebungsvertrag abschließen, sich bis Ende April in eine Transfergesellschaft begeben oder – sofern möglich – bis Ende März einer Altersteilzeitregelung zustimmen. Wer keine dieser Möglichkeiten nutzt, muss mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.
Linde ist der weltweit größte Anbieter von Industriegasen und wird seit der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair aus den USA geführt. Trotz hoher Gewinne spielt der Anlagenbau, dessen Zentrale in Höllriegelskreuth bei München liegt, nur eine untergeordnete Rolle für Umsatz und Ergebnis des Konzerns.