Außerhalb Spaniens interessierten sich nur wenige Fußballfans für das Ligaspiel Espanyol Barcelonas gegen RCD Mallorca. Doch zumindest das Einlaufen begeisterte auch im Ausland.

Espanyol Barcelona hat am Samstag einen wichtigen 2:1-Sieg gegen RCD Mallorca gefeiert. Dem Stadtrivalen von Hansi Flicks FC Barcelona gelang damit ein wichtiger Sprung in der Tabelle. Zu begeistern wusste Espanyol aber nicht nur durch die eigene Leistung, sondern auch durch einen berührenden Moment beim Einlaufen.

Denn die Spieler hatten keine Kinder an der Hand, sondern Hunde auf dem Arm oder an der Leine. Doch es waren nicht ihre eigenen, sondern Vierbeiner, die noch ein Zuhause suchen. Die meisten von ihnen wurden in den vergangenen Monaten auf der Straße ausgesetzt und von Tierschützern gerettet. Schon bei der Aufstellung postete der Klub nicht die Namen der Spieler in den sozialen Medien, sondern die Namen der elf Hunde, die mit den Espanyol-Profis auf den Platz laufen sollten.

Die Aktion ist Teil einer besonderen Woche unter dem Motto: „Sittiche geben nicht auf.“ Die Fans und Spieler von Espanyol Barcelona werden auch als „Sittiche“ betitelt. Weil im Umlauf des alten Stadions des Klubs, dem Estadi Sarrià (1923 bis 1997), so viele Sittiche umherflogen und teilweise auch im Stadion unterwegs waren, wurde den Spielern des Vereins dieser Spitzname verpasst.

Die wohltätige Aktion der „Sittiche“ ist nicht die erste ihrer Art. Bereits in der vergangenen Saison wies der Klub auf die Situation der Hunde hin. Auch damals konnte Espanyol sein Heimspiel (damals gegen Real Valladolid) gewinnen. Vielleicht sollte der Klub bei der Siegquote häufiger für die obdachlosen Vierbeiner werben. In der Tabelle steht Espanyol vorerst auf Rang 13, Mallorca hingegen auf dem siebten Platz.

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