Vorwurf des „Söldnertums“

Russland meldet Festnahme eines Deutschen


Aktualisiert am 21.10.2026 – 10:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Beamte des FSB bei einer Festnahme in Woronesch (Archivbild): Der russische Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Deutschen. (Quelle: IMAGO/Russian Federal Security Service/imago)

Ein Deutscher soll für die Ukraine gekämpft haben. Nun berichten russische Behörden von seiner Festnahme.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der aufseiten der Ukraine gekämpft haben soll. Dem Mann wird „Söldnertum“ vorgeworfen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Mitteilung des FSB.

Nach Darstellung des Geheimdienstes soll der Deutsche bereits zwischen 2016 und 2018 als Scharfschütze in einer ukrainischen Einheit gedient haben. Im November 2025 sei er erneut in die Ukraine gereist und habe einen dreijährigen Vertrag mit den ukrainischen Streitkräften geschlossen. Die russischen Behörden prüfen demnach, ob sie ein Strafverfahren wegen Söldnertums nach Artikel 359 des russischen Strafgesetzbuchs einleiten.

Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben bislang nicht. Auch eine Bestätigung durch deutsche Behörden liegt bisher nicht vor. Wo und wann der Mann festgenommen wurde, ist noch unklar, ebenso wie seine Identität.

Ob der Deutsche tatsächlich als Söldner einzustufen wäre, ist ebenfalls offen. Nach dem humanitären Völkerrecht gelten ausländische Staatsangehörige, die regulär in den Streitkräften eines Landes dienen, nicht allein aufgrund ihrer Herkunft als Söldner.

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