
Engagiert blieb Süssmuth auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag und der aktiven Politik 2002. Sie setzte sich in der von älteren Männern geprägten CDU resolut für eine Frauenquote ein. Auch den Frauenanteil im Bundestag – 32,4 Prozent in der 21. Wahlperiode – hielt Süssmuth für viel zu niedrig und kämpfte daher für Parität. Klöckner sagte: „Bis zuletzt setzte sie sich mit scheinbar unbegrenzter Energie für mehr Repräsentanz von Frauen in Parlamenten ein.“ Klöckner wies auf Süssmuths „Elan und ihre Beharrlichkeit“ hin, die zahllose Menschen inspiriert hätten.
Merz sagte laut einer Mitteilung: „Rita Süssmuth hat sich lebenslang für Deutschland engagiert.“ Sie sei Vorkämpferin gewesen für Gleichberechtigung und die politische Wirkkraft von Frauen. „Für eine moderne und offene Gesellschaft hat sie beispielhaft gekämpft und Maßstäbe für Toleranz und Weltoffenheit gesetzt.“
SPD-Chefin Bärbel Bas sagte, Süssmuth habe Frauen ermutigt, politische Verantwortung zu übernehmen. Sie selbst habe gezeigt, dass Führungspositionen selbstverständlich auch von Frauen ausgefüllt werden. „Damit war sie Vorbild, Wegbereiterin und Ermutigung über Parteigrenzen hinweg und hinterlässt eine große Lücke.“ SPD-Fraktionschef Matthias Miersch nannte Süssmuth „eine herausragende Demokratin“.
Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann zeigte sich dankbar, Süssmuth gekannt zu haben. „Sie war eine so aufrechte Demokratin und Parlamentarierin mit großer Leidenschaft. Zeit ihres Lebens hat sie sich stark gemacht für die Rechte von Frauen, für Gleichberechtigung und Parität.“.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bezeichnete Süssmuth als „eine wirkliche Pionierin der Chancengleichheit und eine große Architektin einer gerechten und weltoffenen Gesellschaft“. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte: „Persönlich verliere ich ein Vorbild und eine wichtige Inspirationsquelle.“ Ein „großes Vorbild“ nannte auch Frauenministerin Karin Prien (CDU) Rita Süssmuth. „Ihre Stimme wird fehlen.“