
Wichtig beim Intervallfasten
Warum Frühstücken das Diabetesrisiko senken kann
17.01.2026 – 05:05 UhrLesedauer: 3 Min.
Intervallfasten soll helfen, Gewicht zu verlieren oder gesünder zu leben. Doch wann man isst, scheint dabei genauso wichtig zu sein wie was – das zeigt nun eine neue Studie.
Meist essen Menschen dabei nur in einem Zeitfenster von acht Stunden und fasten 16 Stunden – manche lassen dabei das Frühstück ausfallen, andere das Abendessen. Eine neue Untersuchung aus Deutschland zeigt nun, dass es jedoch nicht egal ist, wann wir eine Essenspause einlegen: Wer früher am Tag isst und abends fastet, profitiert deutlich stärker – vor allem beim Fettstoffwechsel. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin „Advanced Science“ veröffentlicht.
Das Forschungsteam um Olga Pivovarova-Ramich vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung und der Charité Berlin untersuchte in seiner Studie 31 übergewichtige oder adipöse Frauen. Die Teilnehmerinnen hielten sich jeweils zwei Wochen an ein frühes Essensfenster (acht bis 16 Uhr) und zwei Wochen an ein spätes (13 bis 21 Uhr). Die Kalorienmenge blieb dabei in beiden Phasen gleich.
Blutproben und Gewebeproben aus dem Unterhautfettgewebe lieferten spannende Ergebnisse: Nur beim frühen Essen veränderte sich der Fettstoffwechsel deutlich. Insgesamt sanken die Konzentrationen von 103 verschiedenen Blutfetten – darunter sogenannte Ceramide und Phosphatidylcholine, die mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen. Zudem veränderten sich mehrere Marker des Fettstoffwechsels.
Studienleiterin Ramich erklärt in einer Pressemeldung zur Studie: „Wir sehen, dass der Zeitpunkt der Mahlzeiten einen Einfluss auf die Regulation des Fettstoffwechsels hat. Frühes Essen – also im Einklang mit den inneren zirkadianen Rhythmen – führt zu messbaren Veränderungen im Lipidprofil und der Enzymaktivität, während spätes Essen diesen Effekt nicht zeigt.“
Als möglichen Mechanismus nennen die Forscher deutliche Unterschiede im sogenannten Glycerophospholipid-Stoffwechsel. Dieser ist wichtig für den Aufbau von Zellmembranen und die Regulation von Entzündungen im Körper. Je nach Essenszeit regulierten sich auch bestimmte Gene anders – darunter drei, die für Enzyme namens Phospholipasen zuständig sind. Diese beeinflussen, wie der Körper Fette abbaut und verarbeitet.