
Nicht erst bei Minusgraden
Frostbeulen an Zehen oder Fingern – was tun?
Aktualisiert am 05.02.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 3 Min.
Frostbeulen sind unangenehm, in der Regel aber harmlos. Erfahren Sie, wann sie sich bilden und wie sie sich behandeln lassen.
In der kalten Jahreszeit können bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit mitunter sogenannte Frostbeulen auftreten. Diese entzündlichen Hautveränderungen zählen (wie Erfrierungen) zu den Kälteschäden und bilden sich vor allem an Zehen oder Fingern sowie anderen exponierten Körperstellen.
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Frostbeulen, medizinisch als Perniones bezeichnet, sind entzündliche Schwellungen unter der Haut. Warum diese genau entstehen, ist bislang nicht gänzlich geklärt. Wahrscheinlich sind Frostbeulen jedoch eine Folge von Auskühlen und zu raschem Erwärmen. Sie können sich bilden, wenn sich die feinsten Blutgefäße (die Kapillaren) in den Körperenden (den sogenannten Akren, also Zehen, Finger, Ohren, Nase oder Kinn) bei feuchtkaltem Wetter stark verengen. Das betroffene Gewebe wird dadurch schlecht durchblutet und nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Werden die ausgekühlten Körperregionen nun zu rasch aufgewärmt, weiten sich die feinen Blutgefäße schneller, als die benachbarten größeren Blutgefäße es verkraften können. Als Folge kann es in den Kapillaren zu entzündlichen Prozessen kommen, welche schließlich zu den bei Frostbeulen typischen Hautreaktionen führen.
Im Unterschied zu Erfrierungen, die erst bei Minusgraden auftreten, können Frostbeulen bereits bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius entstehen.
Typische Anzeichen für Frostbeulen sind:
Diese Symptome treten vor allem an Körperstellen auf, die der Kälte besonders ausgesetzt sind, wie den Zehen oder den Fingern. In der Regel bilden sich die Frostbeulen dort an den Streckseiten sowie in Höhe der Zehen- beziehungsweise Fingergelenke. Eher selten entstehen sie auch an den Ohren, der Nase, den Augenbrauen, den Jochbögen, dem Kinn oder den Wangen. Meist setzen die Symptome etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Aufenthalt in feuchter Kälte ein.