
Sturm und eisige Kälte
Amtliche Warnungen für 390 Landkreise und Städte
Aktualisiert am 19.01.2026 – 15:50 UhrLesedauer: 2 Min.
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Eisige Temperaturen bis minus zwölf Grad – und das schon in der kommenden Nacht. Der DWD ruft für fast ganz Deutschland amtliche Warnungen aus.
Auf Deutschland kommt eine anhaltende Kältewelle zu. Über dem westlichen Russland hat sich ein kräftiges Hochdruckgebiet gebildet, das in den kommenden Tagen seinen Schwerpunkt in Richtung Skandinavien verlagert. Die Großwetterlage in Deutschland kippt – und auf das ganze Land kommen teils tagelange eisige Temperaturen zu.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat dementsprechend amtliche Warnungen in der niedrigsten der drei möglichen Stufen ausgerufen. Warnstufe Gelb gilt zwischen Montagabend und Dienstagmorgen in zahlreichen Regionen. Der DWD warnt amtlich vor „leichtem“ bis „mäßigem Frost“ mit Temperaturen bis minus 12 Grad. Diese Werte werden vor allem in Tal- und Muldenlagen in Bayern erreicht, doch auch im Rest des Landes wird es fast flächendeckend eisig: Die Wetterwarnungen gelten für über 390 Landkreise und kreisfreie Städte.
In Sachsen kommt zum Frost stürmisches Wetter hinzu: Laut DWD treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde auf. Es bestehe Gefahr durch „einzelne herabstürzende Äste“ und „umherfliegende Gegenstände“.
Die frostige Nacht dürfte der Auftakt einer länger anhaltenden Kältewelle in Deutschland sein: Nachts sinken die Temperaturen in den kommenden Tagen fast überall unter Null, im Nordosten Deutschlands bleiben die Temperaturen auch tagsüber eisig. Im Westen hingegen werden zumindest tagsüber Temperaturen von 5 Grad und mehr erwartet.
Wie es mit dem Wetter in Deutschland weitergeht, lässt sich nicht zweifelsfrei prognostizieren. Doch laut den aktuellen Vorhersagen des ICON-Wettermodells, mit dem auch der DWD arbeitet, sieht es nicht so aus, als würde die Kälte schnell wieder verschwinden: Für das kommende Wochenende werden auch tagsüber in der gesamten Osthälfte Minustemperaturen prognostiziert. Zum Beginn der neuen Woche soll sich die Kälte dann weiter in Richtung Westen ausbreiten. Allerdings verlieren die Modelle an Aussagekraft, je weiter sie in die Zukunft rechnen.