Berliner Kastanien
Freiwillige kämpfen mit Rechen gegen Schädlingsbefall
20.10.2026 – 16:56 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schädling befällt Kastanienbäume und schwächt sie Jahr für Jahr. In Berlin gehen Freiwillige nun mit einer einfachen, aber wirksamen Methode dagegen vor.
Kommenden Montag wollen Freiwillige am Berliner Anhalter Bahnhof das Laub von 17 Kastanienbäumen zusammenharken, um die Bäume vor der Rosskastanienminiermotte zu schützen. Das teilte der Naturschutzverband BUND mit. Es ist bereits die wiederholte Aktion dieser Art an dem Standort.
Das vollständige Aufsammeln und anschließende Vernichten des Laubs gilt laut BUND als wirksamste Methode gegen den Befall. Ein Monitoring des Pflanzenschutzamtes Berlin habe ergeben, dass sich der Befall durch diese Maßnahme im Folgejahr um zwei Drittel reduzieren lasse, sagte Projektleiterin Valentina-Johanna Baumgartner. Die Kastanien am Anhalter Bahnhof hätten im vergangenen Jahr im Vergleich zu anderen Stadtbäumen bereits deutlich besser ausgesehen als noch ein Jahr zuvor.
So wird das Laub entsorgt
Wichtig ist dabei die richtige Entsorgung: Das Laub darf nicht auf den Kompost, sondern muss über den Hausmüll, BSR-Biotonnen oder Laubsäcke entsorgt werden. Nur so werden die Mottenpuppen in den Blättern abgetötet. Bäume, die weniger befallen sind, bleiben im Folgejahr länger grün und verkraften spätere Laubschäden besser.
Uwe Bahr vom BUND betonte: „Starker, jährlich wiederkehrender Miniermottenbefall schwächt die weißblühenden Kastanien erheblich. Die Reduzierung des Befalls hilft den Kastanien sehr und verlängert so ihre Lebensdauer.“ Der Verband rief dazu auf, sich auch in anderen Berliner Stadtteilen zusammenzuschließen, um Kastanienbäume auf diese Weise zu schützen.
