Ostseeküste

Frau in Wal-Nähe aus Meer geholt – von Fähre gesprungen?

12.04.2026 – 20:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Frau sei in der Nähe des Wals im Meer geschwommen, hieß es. (Archivbild) (Quelle: Bodo Marks/dpa/dpa-bilder)

Mit Neoprenanzug springt eine Frau offenbar von einer Fähre ins kalte Wasser – und schafft es nah an den Buckelwal heran. Die Polizei untersucht, ob rechtliche Folgen drohen.

In der Nähe des gestrandeten Wals vor Wismar hat die Polizei am Abend eine Schwimmerin aus dem Wasser geholt. Sie sei nach derzeitigen Erkenntnissen zuvor von einer Fähre in die Ostsee gesprungen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. „Bild“ hatte zunächst davon berichtet.

Die Frau habe einen Neoprenanzug getragen. Es werde aber dennoch überprüft, ob sie eine Unterkühlung hat, sagte die Sprecherin. „Es ist kalt im Wasser – auch mit Neopren.“ Rechtliche Konsequenzen würden geprüft.

Der vor Wismar gestrandete Buckelwal hat aktuellen Erkenntnissen zufolge keinen Einfluss auf die Wasserqualität in der Wismarbucht in der Ostsee. Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilte, geht von dem sterbenden Tier keine Gefahr für die Umwelt oder öffentliche Gesundheit aus.

„Die Proben wurden ausgewertet, und ich kann sagen, dass das Wasser bei dem Wal Badewasserqualität hat“, sagte der zuständige Minister Till Backhaus (SPD) in der Pressemitteilung. Demnach sind keine Grenzwerte überschritten worden. Zuvor war das Landesamt für Gesundheit beauftragt worden, den Zustand des Wassers bei dem Wal vor der Insel Poel zu untersuchen.

Seit über einer Woche liegt der rund zwölf Meter lange Meeressäuger in der Bucht vor Wismar. Weitere Rettungsversuche sind aufgrund des schlechten Gesundheitszustands des Wals nicht geplant. Man wolle das Tier jetzt „in Frieden gehen lassen“, so Backhaus.

Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei. Am Samstagmorgen gab das Tier weiterhin Lebenszeichen von sich.

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