Versuchtes Tötungsdelikt
Frau niedergestochen und lebensgefährlich verletzt – Täter auf der Flucht
Aktualisiert am 31.03.2026 – 07:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Frau wird in einer Hannoveraner Unterkunft niedergestochen und muss notoperiert werden. Die Polizei fahndet.
Mit einer noch unbekannten Stichwaffe hat ein 38-jähriger Mann am Montagnachmittag in einer Unterkunft für Geflüchtete im Bereich Sahlkamp eine 31-jährige Bewohnerin lebensgefährlich verletzt. Noch bevor die Polizei Hannover eintraf, flüchtete der Angreifer.
Der Angriff ereignete sich gegen 17 Uhr an der Ecke Sahlkamp/Am Jagdstall. Die schwer verletzte Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht und noch am Montagabend notoperiert. Ihr Zustand ist mittlerweile stabil, eine Vernehmung war bislang nicht möglich.
Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein. „Wir ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts“, sagte Polizeisprecherin Natalia Shapovalova der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Warum der 38-Jährige die Frau angegriffen hat, ist noch ungeklärt. Auch, ob sich die beiden kannten, steht bislang nicht fest. Nach Angaben der Polizei soll die 31-Jährige in der Unterkunft gewohnt haben, der Tatverdächtige hingegen nicht.
Der Polizei ist bekannt, wer der Tatverdächtige ist. Festgenommen wurde er trotzdem nicht: Eine vielversprechende Spur führte ins Leere. Shapovalova sprach von einer „heißen Spur“, die sich zerschlug. Ob der 38-Jährige noch in Hannover ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, die Polizei hält das jedoch für wahrscheinlich. Eine Gefährdung der Bevölkerung schätzen die Beamten derzeit als gering ein.
Der Kriminaldauerdienst (KDD) sicherte am Tatort Spuren und befragte Zeugen.
Der flüchtige Mann ist etwa 1,80 Meter groß und von sportlich-kräftiger Statur. Er hat kurze braune Haare, eine Halbglatze, einen Dreitagebart, dunkle Augen und helle Haut. Auffällig: Seine Hände sollen gerötet und geschwollen gewesen sein. Zur Tatzeit trug er eine braun-beigefarbene Hose und Kappe sowie eine grüne Jacke.
Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter 0511/109-5555 entgegen.
