Franziska Preuß erlebt schmerzhaftes Déjà-vu

„Natürlich ist es bitter, wenn die beste und erfolgreichste Athletin nicht das abrufen kann, was sie kann. Aber so ist es manchmal“, sagte Bitterling. „Sie hat uns auch schon viele Staffeln erfolgreich ins Ziel gelaufen. Heute war es mal andersherum.“

Dabei waren die Olympischen Spiele gut losgegangen. In der Mixed-Staffel waren ihre Fehler am Schießstand noch ohne Folgen geblieben, Preuß holte gemeinsam mit Vanessa Voigt, Philipp Nawrath und Justus Strelow Bronze. Doch in den Einzelwettbewerben spielte der Kopf dann am Schießstand mehrfach verrückt. Preuß verlor die Lockerheit und den Fokus, kam aber auch immer wieder zurück. Bitterling: „Die Franzi hat die letzten Tage schon oftmals so eine ähnliche Situation gehabt, dass sie für ihren Anspruch nicht das geliefert hat, was sie liefern wollte. Sie hat sich ausgegraben aus einem kleinen Loch, sehr gut reflektiert und analysiert und sich super professionell vorbereitet auf den nächsten Wettkampf.“

Der kommt am kommenden Samstag. Der Massenstart der Damen wird das letzte Olympische Rennen von Franziska Preuß sein. Die vielen deutschen Fans in Antholz werden sie in jedem Fall unterstützen. Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer hofft daher darauf, dass Preuß das Erlebte abschütteln kann. „Wir können nur als Team gewinnen und als Team verlieren. Deswegen ist uns wichtig, dass sie den Reset-Knopf drückt“, sagte er am Mittwoch und fügte an: „Der Massenstart steht noch an, den soll sie einfach ohne eine große Erwartungshaltung angehen. Eher mehr genießen und ich würde mich freuen, wenn sie das letzte Olympische Rennen noch einmal gut absolviert.“

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