
Allgemein kann der Verzehr von Konservierungsstoffen in einigen Fällen zu allergischen Reaktionen führen, vor allem bei empfindlichen Personen. Folgen sind zum Beispiel allergische Hautreaktionen, Unverträglichkeiten, Kopfschmerzen, Durchfall oder auch Asthma.
Im Vergleich zu bekannten Risikofaktoren wie Rauchen fallen die absoluten Zahlen zwar geringer aus – das Lungenkrebsrisiko steigt durch Rauchen beispielsweise um das 15-Fache. Doch weil so viele Menschen täglich verarbeitete Lebensmittel essen, wirken sich auch kleine Risiken auf die Bevölkerung insgesamt stark aus und können zahlreiche zusätzliche Erkrankungen verursachen, schlussfolgern die Studienautoren.
„Es heißt nicht, dass man gleich Krebs bekommt, wenn man Produkte mit Konservierungsmitteln konsumiert, aber man sollte die Häufigkeit dieses Konsums begrenzen“, sagte die Epidemologin Mathilde Touvier, die die beiden Studien des Forschungsinstituts Inserm betreut hat. „Die Botschaft an die breite Öffentlichkeit lautet: Im Supermarktregal sollte man die am wenigsten verarbeiteten Lebensmittel bevorzugen“, fügte sie hinzu.
Zuletzt wurden immer mehr Gesundheitsrisiken im Kontext von industriell hergestellten Lebensmitteln dokumentiert. Deren Regulierung scheitert jedoch häufig an politischen Uneinigkeiten. So wurde etwa in Frankreich ein Strategieplan zu Ernährung und Klima im vergangenen Herbst in letzter Minute wegen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung verschoben.