13.04.2026 – 09:39 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Präsident Donald Trump kündigt eine Seeblockade an, der Iran spricht von Bluff. Was das für die Börsen und die angespannte Lage im Nahen Osten bedeutet.
Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran startet der Dax mit einem Minus. Der deutsche Leitindex verlor zum Handelsstart 1,02 Prozent auf 23.562 Punkte.
Der Dax nähert sich damit seinem Niveau vor dem Kurssprung am vergangenen Mittwoch, als eine vorerst beschlossene Waffenruhe im Iran für einen Kurssprung gesorgt hatte. An den Märkten wird eine neue militärische Eskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran befürchtet.
Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und der daraufhin von US-Präsident Donald Trump angekündigten Seeblockade steigen die Ölpreise wieder in größerem Maße. In der Nacht zum Montag zog der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni wieder über die Marke von 100 US-Dollar an. Dies belastete bereits die Börsen in Asien und dürfte auch hierzulande seine Spuren hinterlassen.
Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Mehr dazu lesen Sie hier.
Der Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, „und wir würden darauf reagieren“. Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als „klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet“, hieß es.
