Todesursache wird untersucht

Flusspferd Kathi im Berliner Zoo gestorben

31.03.2026 – 15:46 UhrLesedauer: 1 Min.

Flusspferd Kathi: Sie ist im Alter von 50 Jahren gestorben. (Quelle: © 2026 Zoo Berlin)

Das Flusspferd Kathi ist tot – nach Wochen unter verstärkter tierärztlicher Beobachtung. Es wurde 50 Jahre alt.

Das Flusspferd Kathi ist am vergangenen Sonntag im Zoo Berlin gestorben. Sie wurde 50 Jahre alt und zählte damit zu den ältesten Säugetieren des Zoos. Das teilte die Einrichtung am Dienstag mit.

In den letzten Tagen habe Kathi geschwächt gewirkt und ungewöhnlich viel Zeit im Wasser verbracht. Bereits zuvor habe sie unter verstärkter tierärztlicher Beobachtung gestanden, weil sie altersbedingt Arthrose in den Gliedmaßen entwickelt hatte. Die genaue Todesursache untersucht derzeit das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

Kathi wurde laut dem Zoo am 17. Mai 1975 im Zoologischen Garten Chorzów in Polen geboren und lebte seit 1997 in Berlin. In dieser Zeit brachte sie viermal Nachwuchs zur Welt: Emilio (2000), Witha (2008), Lotty (2010) und Max (2012). Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem bezeichnete ein Alter von 50 Jahren als für Flusspferde außergewöhnlich hoch.

Nach Kathis Tod verweilten die drei verbliebenen Flusspferde Bouli, Nala und Willi kurzzeitig in ihrer Nähe. Flusspferde gelten als soziale Tiere mit ausgeprägtem Kommunikationsverhalten und engen Bindungen innerhalb der Gruppe.

Die Tierart hat im Zoo Berlin eine lange Geschichte: Seit 1874 werden dort Flusspferde gehalten. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten sie als gefährdet. Ihr Bestand ist in den vergangenen zehn Jahren schätzungsweise um zehn bis zwanzig Prozent zurückgegangen – vor allem durch Wilderei und den Verlust ihres Lebensraums.

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