
18.01.2026 – 08:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Schrumpffolie ist beliebt, doch die EU plant ein umfassendes Verbot. Das sind die Gründe.
Erst war sie verpönt, dann immer begehrter: die Kofferfolie oder auch Schrumpffolie genannt. Dabei handelt es sich um eine Art Klarsichtfolie, die an Flughäfen um den Koffer gewickelt wird, um ihn vor Schäden beim Transport, Dieben und Manipulation zu schützen. Auch das Aufplatzen soll die enge Umwickelung verhindern. Das Problem: Die Folie besteht aus Kunststoff, ist umweltschädlich und wird daher verboten.
Das Verbot geht auf eine EU-Regulierung (94/62/EG) zurück, mit der die Mitgliedsstaaten Verpackungsabfälle reduzieren wollen. Dort heißt es, dass „Einweg-Kunststoffverpackungen in Flughäfen (Schrumpffolie für Koffer und Taschen) […] ebenfalls verboten“ sind. Das Verbot soll bis zum 31. Dezember 2027 nach und nach in Kraft treten, heißt es. Bis zum 1. Januar 2030 strebt die EU dann ein vollständiges Verbot an.
Wer seinen Koffer sichern möchte, sollte zu entsprechenden Alternativen wie robusten Koffergurten oder TSA-Schlössern greifen. TSA-Schlösser sind kleine Vorhängeschlösser, die in die Reißverschlussösen gehängt werden. Der Reißverschluss kann demnach nicht mehr geöffnet werden. Im Gegensatz zu normalen Vorhängeschlössern haben TSA-Schlösser den Vorteil, dass der Zoll über einen Generalschlüssel verfügt. Im Falle einer Kontrolle kann er den Koffer öffnen, ohne das Reisegepäck oder Schloss zu beschädigen.
Um das Gepäckstück vor Kratzern zu schützen, gibt es auch spezielle Überzüge, die mehrfach verwendet werden können.
Einige Flughäfen, wie etwa Hannover, steuern schon jetzt gegen die Verpackungssünde. Sie untersagen sie den Gebrauch. Grund für den Entschluss waren diverse Probleme in der Abfertigung und der Gepäckförderanlage. „Hinzu kommen die Umweltbelastung durch die Entsorgung beziehungsweise Mülltourismus und Probleme bei der Beladung im Flugzeug“, so die Flughafensprecherin zu t-online.