Neue Betrugsmasche?
Flotter Dreier geht schief: U-Haft
03.03.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann will ein Abenteuer erleben und trifft sich mit zwei Männern, die er im Internet kennengelernt hat. Doch das Rendezvous endet auf der Polizeistation.
Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die im Dezember in Nürnberg einen 29-Jährigen im Rahmen eines fingierten Sextreffens bedroht und ausgeraubt haben sollen. Das teilten die Behörden am Dienstag mit. Jetzt werden weitere mutmaßliche Opfer der Sex-Masche gesucht.
Die beiden 21-Jährigen sollen sich über Snapchat mit dem 29-Jährigen an einer U-Bahn-Station im Stadtteil Langwasser verabredet haben. Das Treffen fand demnach am 21. Dezember statt. „Nachdem sie gemeinsam zum eigentlichen Tatort gelaufen waren, bedrohten die beiden ihn mit einem Messer und einem Pfefferspray“, heiß es in der Mitteilung der Beamten weiter.
Erst als der 29-Jährige den beiden Männern sein Handy ausgehändigt und an einem Geldautomaten auch noch etwa 3.000 Euro abgehoben und ihnen übergeben hatte, sollen sie von ihm abgelassen haben und geflüchtet sein.
„Der Mann wandte sich am Tag danach an die Behörden“, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage von t-online. Die Polizei konnte zunächst einen von beiden mutmaßlichen Täter ermitteln. „Wir konnten ihn im Januar festnehmen. Er führte uns kurz darauf zu der Spur zu seinem mutmaßlichen Mittäter und einem weiteren Verdächtigen.“ Auch die beiden seien mittlerweile in U-Haft.
Dem dritten Mann, einem 23-Jährigen, wird geworfen, an dem Tag der Festnahme des ersten Mannes zusammen mit dem Duo eine Straftat geplant zu haben. „Wir vermuten, dass sie sie eigentlich zum Zeitpunkt der Festnahme durchführen wollten“, erklärte der Polizeisprecher. Wobei es dabei konkret geht, sei noch nicht abschließend geklärt. Es könnte sich aber ebenfalls um Raub gehandelt haben, so der Sprecher.
Aus Sicht der Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Trio bereits in der Vergangenheit ähnliche Raubzüge durchgeführt habe. „Uns liegen zwar keine weiteren Meldungen zu Raubdiebstählen bei fingierten Sextreffen vor, allerdings könnte das auch damit zusammenhängen, dass sich die Opfer aus Scham nicht gemeldet haben“, erklärte der Sprecher.
Gleichzeitig werde aktuell überprüft, ob die drei Männer in Verbindung zu anderen gemeldeten Raubdiebstählen in Nürnberg-Langwasser stehen. „Die Ermittlungen laufen noch.“
