Alarm am Nürnberger Flughafen

Flieger meldete Entführung – Pilot war nicht erreichbar


Aktualisiert am 13.10.2026 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Eine Corendon-Maschine landet nach einem Entführungsalarm in Nürnberg.

Mehrere Piloten schlagen in der Nacht unabhängig voneinander Alarm. Sie melden die Sichtung eines unbekannten Objekts. Am Mittag wird der Flughafen gesperrt – jedoch aus einem anderen Grund.

Der Nürnberger Flughafen ist am Dienstagmittag wegen eines Polizeieinsatzes zwischenzeitlich für den Flugverkehr gesperrt worden. Einsatzkräfte hätten die Zufahrten zum Flughafen abgesperrt, erklärte ein Polizeisprecher t-online. Spezialkräfte rückten an.

Inzwischen ist die Ursache bekannt: Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Dieser sollte gegen 12.15 Uhr planmäßig in Nürnberg ankommen. Doch aus dem Cockpit wurde der Notfallcode 7500 für einen Entführungsfall gesendet, und der Pilot war per Funk nicht mehr zu erreichen. Daraufhin starteten mehrere Eurofighter.

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Die Kampfjets begleiteten den aus Korfu kommenden Flieger, drehten dann aber ab. Die Boeing 737 der türkischen Fluggesellschaft Corendon Airlines setzte wenig später sicher in Nürnberg auf. „Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht“, meldete die Polizei um 13.05 Uhr. Die Passagiere mussten trotzdem noch während weiterer Überprüfungen im Urlaubsflieger bleiben. Erst um 13.33 Uhr teilte die Polizei mit, dass die Fluggäste nun mit Bussen in die Ankunftshalle gebracht würden.

Der Flughafen blieb trotzden noch weiter gesperrt. Bis um kurz nach 14 Uhr hieß es auf der Homepage des Flughafens: „Aufgrund einer Luftnotlage ist der Flugbetrieb derzeit eingestellt.“

Einsatz am Dienstagmittag: Beamte sperren die Zufahrt zum Albrecht-Dürer-Airport. (Quelle: Tizian Gerbing/dpa)

Drohnenmeldungen in der Nacht

Zuvor hatte in der Nacht eine mutmaßliche Drohne den Flugverkehr am Albrecht-Dürer-Airport gestört. Die gemeldete Luftnotlage am Dienstagmittag habe damit aber nichts zu tun gehabt, sagte der Polizeisprecher t-online.

Laut Polizei hatten drei Piloten zwischen 2 Uhr und 4 Uhr während des jeweiligen Lande- oder Startvorgangs die Sichtung eines Objekts gemeldet, bei dem es sich um eine Drohne gehandelt haben könnte.

Flughafen Nürnberg: Mehrere Maschinen verspätet

Den Beamten zufolge meldeten die Piloten die Sichtungen unabhängig voneinander. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen habe daraufhin „umgehend Maßnahmen zur Aufklärung und der Detektion des gemeldeten Objekts“ gestartet. Dabei sei unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gekommen. Allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.

Laut einem Flughafensprecher verspäteten sich durch den Einsatz insgesamt sechs Flüge, zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zudem mussten zwei ankommende Maschinen vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihren Flug nach Nürnberg danach jedoch fortsetzen.

Eurofighter in Nürnberg (Archivbild): Die Luftwaffe führte vom 5. bis 9. Oktober 2026 eine Übung über Nürnberg und Umgebung durch. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
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