Hantavirus-Ausbruch
Düsseldorf holt Passagierin von Seuchenschiff nach NRW
Aktualisiert am 06.05.2026 – 19:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf der „MV Hondius“ ist der Hantavirus ausgebrochen. Düsseldorf schickt Einsatzkräfte, um eine deutsche Passagierin in die Uniklinik Düsseldorf zu bringen.
Die Düsseldorfer Feuerwehr ist am Mittwoch mit sieben Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften nach Amsterdam gefahren, um eine deutsche Frau vom Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ abzuholen. Auf dem Schiff war das Hantavirus ausgebrochen, bisher sind drei Menschen gestorben. Die Deutsche soll auf der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums Düsseldorf aufgenommen werden.
Der Konvoi sei um 10 Uhr aufgebrochen, teilte die Feuerwehr Düsseldorf mit. Die Übernahme der Kontaktperson ist für die Abendstunden geplant. Die Rückkehr vom Flughafen Schiphol werde am späten Abend erwartet.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll es sich bei der Deutschen um eine 65-jährige handeln, die in engem Kontakt mit einer verstorbenen, ebenfalls aus Deutschland stammenden Passagierin stand. Die 65-Jährige habe bisher keine Symptome.
Der Konvoi aus mehreren Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr besteht aus einem Führungsfahrzeug, einem Logistikfahrzeug, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und zwei Rettungswagen, die speziell für infektiöse Patienten ausgestattet sind.
Die Sonderisolierstation ist laut Angaben des Klinikums baulich vollständig vom übrigen Klinikbetrieb getrennt und verfügt über eine unabhängige Infrastruktur. Die Station hat ein eigenes Lüftungssystem mit Hochleistungsfiltern, das einen Unterdruck in den Behandlungsräumen aufrechterhält und verhindert, dass infektiöse Partikel in die Umgebung gelangen.
Die Patientenzimmer sind mit mehrfachen Schleusen versehen, die eine sichere Ein- und Ausschleusung des Personals ermöglichen. Abfall- und Abwasserentsorgung erfolgt über speziell gesicherte Prozesse, und selbst die gesamte Schutzausrüstung des medizinischen Personals wird nach höchsten Standards entsorgt oder aufbereitet.
