
Im Hamburger Hafen
Festnahmen nach versuchter Sabotage an Kriegsschiff
Aktualisiert am 03.02.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schiff der Bundesmarine geriet offenbar in das Visier von Saboteuren. Jetzt haben Ermittler zwei Personen gefasst.
Die Zentralstelle Staatsschutz der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg hat zwei Personen wegen des Verdachts auf Sabotage an einem Verteidigungsmittel festgenommen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich um einen 37-jährigen rumänischen und einen 54-jährigen griechischen Beschuldigten.
Die jeweiligen Festnahmen erfolgten in Hamburg und in einem Dorf in Griechenland. Zudem wurden Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland durchsucht, heißt es in der Mitteilung. Koordiniert wurden die Festnahmen und Durchsuchungen von der EU-Justizbehörde Eurojust in Den Haag. Im Einsatz waren das Landeskriminalamt Hamburg sowie griechische und rumänische Strafverfolgungsbehörden.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, 2025 während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen mehrere für die Bundesmarine bestimmte Kriegsschiffe sabotiert zu haben. „Sie sollen, teils allein teils gemeinschaftlich handelnd, über 20 kg Stahlkies in den Motorblock eines Schiffes eingebracht, Frischwasserzuleitungen zerstochen, Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt und Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert haben“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mit.
Die Handlungen hätten zu erheblichen Schäden an den Schiffen geführt – oder dazu, dass die Schiffe verspätet ausliefen. Dies hätte wiederum die „Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und die Schlagkraft der Truppe gefährden können“, betont die Generalstaatsanwaltschaft weiter.