Festnahmen bei Gedenkmarsch für Liebknecht und Luxemburg

Gedenkmarsch in Berlin

Ein Verletzter und Festnahmen: Tausende Teilnehmer bei Demo

11.01.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 1 Min.

Teilnehmer der Demonstration in Berlin: Laut der Polizei blieb es während des Protests größtenteils friedlich. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/dpa-bilder)

Mehr als 8.000 Menschen gedenken in Berlin der ermordeten Kommunistenführer. Die Demonstration verläuft weitgehend friedlich, es gibt aber Festnahmen.

Tausende Menschen haben in Berlin der ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht. An der zentralen Demonstration beteiligten sich laut Polizei rund 8.000 Personen.

Die Versammlung sei größtenteils friedlich verlaufen, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Acht Personen seien festgenommen worden. Als Gründe nannte die Polizei unter anderem den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung hätten zu Festnahmen geführt.

Bei den Festnahmen wurde laut Polizei ein Beamter verletzt. Die Behörde setzte rund 500 Einsatzkräfte ein.

An der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde legten die Parteichefs der Linken rote Nelken nieder. Unter den Anwesenden waren die Bundesvorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken sowie Elif Eralp, die Linke-Spitzenkandidatin zur Berliner Abgeordnetenhauswahl.

Die Kommunisten Liebknecht und Luxemburg waren 1919 erschossen worden. Liebknecht, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands, hatte mit einem Revolutionsausschuss die Regierung des Sozialdemokraten Friedrich Ebert für abgesetzt erklärt. Es kam zu Massendemonstrationen. Der sogenannte Spartakusaufstand wurde niedergeschlagen.

Luxemburg und Liebknecht tauchten daraufhin unter. Sie wurden jedoch entdeckt, verschleppt und verhört. Rechtsgerichtete Freikorps-Soldaten erschossen Liebknecht im Tiergarten. Luxemburg wurde ebenfalls nach dem Verhör in einem Auto erschossen. Die Leiche Luxemburgs warfen die Täter in den Berliner Landwehrkanal. Erst Ende Mai 1919 wurde sie gefunden.

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