Keeper erneut im Fokus

Fehlgriff von Zidanes Sohn bleibt ohne Folgen


Aktualisiert am 23.06.2026 – 07:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Jordaniens Nizar Alrashdan trifft. Algeriens Keeper Zidane sieht nicht gut aus. (Quelle: Carlos Barria/Reuters)

Die Außenseiter Jordanien und Algerien liefern sich eine intensive Partie. Motto: Verlieren verboten. Nun kommt es zum Alles-oder-nichts-Spiel für Algerien. – gegen Österreich.

Mit starken Comeback-Qualitäten hat Algerien die Hoffnungen auf die K.o.-Phase genährt und das vorzeitige Aus von WM-Debütant Jordanien besiegelt. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic siegte im arabischen Duell nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1).

Das Team um die Bundesliga-Profis Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) hat nach zwei Partien drei Punkte und das Weiterkommen zum Abschluss der Gruppenphase gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen sogar bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen.

Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion von Santa Clara brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) sowie Amine Gouiri (82.) drehten die Partie jedoch noch für Algerien.

Algerien bestimmt das Spiel, Jordanien trifft

Algeriens Nadhir Benbouali feiert seinen Ausgleichstreffer gegen Jordanien. (Quelle: Luisa Gonzalez/Reuters)

Die Algerier, die ohne den verletzten Mohamed Amoura vom VfL Wolfsburg auskommen mussten, übernahmen von Beginn an die Initiative. Gegen die tiefstehenden Jordanier tat sich das Petkovic-Team aber schwer. Nach einem langen Ball war Kapitän Riyad Mahrez frei durch, brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle. Bei einer weiteren Gelegenheit des 35-Jährigen war Jordaniens Keeper Yazeed Abulaila zur Stelle.

Der Außenseiter verteidigte aus einem tiefen Block mit fünf Abwehrspielern und setzte auf Konter. Das Problem dabei war: Nach Ballgewinnen rückten meist zu wenige Jordanier nach, um Algerien ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Algerien-Coach sprach Zidane Vertrauen aus

Ein algerischer Fehler ermöglichte trotzdem die Führung. Ramiz Zerrouki leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen Pass zum Gegner. Weil Jordaniens Musa Al-Taamari im daraus resultierenden Angriff den Ball nicht richtig traf und damit unfreiwillig vorlegte, kam Al-Rashdan frei zum Schuss. Jubelnd lief er nach dem zweiten Treffer in Jordaniens WM-Geschichte zu den Fans und ließ sich feiern.

In der zweiten Hälfte fing sich Zidane und hielt sein Team mit guten Paraden im Spiel. (Quelle: IMAGO/Tayfun Coskun/imago)

Algeriens Keeper Luca Zidane – der Sohn von Frankreichs Fußballlegende Zinedine Zidane – sah beim Schuss des Jordaniers nicht gut aus. Schon im ersten Gruppenspiel gegen Argentinien hatte der 28-Jährige bei zwei Gegentreffern daneben gegriffen und sich im Anschluss einiges an Kritik anhören müssen. Algeriens Schweizer Coach Vladimir Petkovic sprach dem Torhüter dennoch sein Vertrauen aus.

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