Nötig seien „Lösungen und sichtbare Aktionen, nicht nur Reaktionen oder Kritik an dem, was andere machen“, schrieb Strack-Zimmermann, die FDP-Präsidiumsmitglied und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament ist. „Jetzt heißt es Butter bei die Fische. Dazu gehört das Selbstverständnis, Verantwortung für Wahlergebnisse zu übernehmen.“ Eine klare Rücktrittsforderung etwa an FDP-Chef Christian Dürr enthielt die Erklärung aber nicht.
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat sich bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg in seinem Wahlkreis klar durchgesetzt. In seinem Wahlkreis Stuttgart II gewann er am Sonntag nach Angaben der Landeswahlleitung mit 47,9 Prozent klar vor dem CDU-Kandidaten Klaus Nopper (25,1 Prozent). Der AfD-Bewerber Steffen Degler kam mit 8,8 Prozent auf Platz drei.
Auch bei den Zweitstimmen gewannen die Grünen in Özdemirs Wahlkreis klar mit 38,9 Prozent vor der CDU mit 28,1 Prozent und der AfD mit 9,4 Prozent. Die FDP kam auf 6,6 Prozent, die Linke auf 5,7 Prozent. Die SPD landete mit 5,4 Prozent auf Platz sechs. Die Wahlbeteiligung lag im Wahlkreis Stuttgart II bei 76,1 Prozent.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben sich Grüne und CDU ein enges Rennen geliefert – mit dem wohl besseren Ausgang für die Partei rund um Spitzenkandidat Cem Özdemir. Nachdem fast alle Stimmen ausgezählt sind, liegen die Grünen rund 0,6 Prozentpunkte vor der CDU.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat den Wahlsieg von Cem Özdemir bei der baden-württembergischen Landtagswahl als herausragenden Erfolg gewürdigt. „Cem ist der neue Kretsch. Sensationeller persönlicher Erfolg für ihn“, sagte Palmer im Gespräch mit dem „Focus“.
Die starke Performance der Grünen im Südwesten will Palmer jedoch nicht als Signal für den Bund verstanden wissen. „Man macht schon mal was ganz falsch, wenn man Landtagswahlergebnisse in erster Linie als Fingerzeig für den Bund interpretiert. Hier geht es um Baden-Württemberg und nicht, was andere damit anfangen“, betonte er.
