Fußball-WM

„Einfach zu viel“: Matthäus rechnet mit Nagelsmann-Aus


30.06.2026 – 11:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Lothar Matthäus (r.) und Julian Nagelsmann (Archivbild): Der Rekordnationalspieler geht nach dem WM-Aus von einem Trainerwechsel beim DFB aus. (Quelle: Imago/MIS)

Nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft erwartet Lothar Matthäus einen Wechsel auf der Trainerbank beim DFB. Julian Nagelsmann hingegen würde gerne weitermachen.

Lothar Matthäus geht nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM vom Ende der Ära von Bundestrainer Julian Nagelsmann aus. „Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes“, sagte der Rekordnationalspieler der „Bild“.

Die DFB-Auswahl war in der Nacht auf Dienstag im Sechzehntelfinale überraschend mit 3:4 nach Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden. Somit bleibt das WM-Finale von 2014 das bislang letzte K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft, das Deutschland gewinnen konnte. Bei den Turnieren 2018 und 2022 war die Nationalmannschaft jeweils bereits in der Gruppenphase gescheitert.

Nagelsmann möchte als Nationaltrainer weitermachen

Die Niederlage gegen Paraguay bewertete Bayern-München-Legende Matthäus äußerst kritisch, sah darin aber keinen Einzelfall. „Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador Katastrophe gespielt“, sagte der frühere Profi des FC Bayern. „Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung.“

Nagelsmann hatte die deutsche Auswahl im September 2023 als Nachfolger von Hansi Flick übernommen. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren war im Viertelfinale Schluss. Der 38-Jährige, der seine Trainerkarriere einst bei 1860 München begonnen hatte, kündigte bereits unmittelbar nach dem Aus bei MagentaTV an, weitermachen zu wollen. „Ich stehe bereit. Aber im Fußball hat man nicht alles selbst in der Hand.“

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