Fastenzeit 2025 | Religiöse Bedeutung: Warum fasten wir 40 Tage?

Jom Kippur ist der große Fastentag im Judentum. An diesem Tag darf weder gegessen, getrunken noch geraucht werden. Auch waschen, arbeiten und Geschlechtsverkehr sind untersagt. An diesem Versöhnungstag zwischen Gott und den Menschen sollen alle zuvor begangenen Sünden gesühnt werden.

Der Hinduismus hat keine einheitlichen Fastenzeiten. Jedoch spielt Fasten im Hinduismus eine fundamentale Rolle, um so Körper und Geist zu reinigen.

Fastende schränken die Nahrungsaufnahme insgesamt etwas ein. Dafür beschränken sie sich meist auf eine große Hauptmahlzeit pro Tag und zwei kleine Zwischenmahlzeiten. An Aschermittwoch und Karfreitag ist jeweils nur eine Hauptmahlzeit vorgesehen.

Katholische Gläubige, die zwischen 14 und 60 Jahre alt sind und sich streng an die Fastenregeln halten, verzichten zusätzlich auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder andere Genüsse. Im Mittelalter waren auch Fett, Eier und milchhaltige Produkte verboten.

Heute kommen Gewohnheiten dazu wie etwa Surfen im Internet, Fernsehen oder Computerspielen. So bekommt die Fastenzeit einen aktuellen Bezug. Wichtig ist dabei ein bewusst erlebter Verzicht, der Raum für Neues schaffen soll.

Aus psychologischer Sicht kann ein solcher Verzicht für mehr Zufriedenheit sorgen: Ich schaffe es, etwas wegzulassen, das ich gerne mache und an das ich gewöhnt bin. Viele Menschen verzichten, um sich körperlich und seelisch besser zu fühlen.

Der Sonntag ist allerdings in der Fastenzeit vom Fasten ausgenommen, da Jesus an einem Sonntag auferstanden sein soll. Wie streng das Fasten von den Gläubigen wirklich ausgeübt wird, bleibt hier jedem selbst überlassen.

Bei Christen sollen in der Fastenzeit durch Entsagung Körper und Geist gereinigt werden. Wer dabei auf Völlerei, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, tut seinem Körper dabei auch noch etwas Gutes.

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