
1. FC Köln
Nacktkontrollen? Fans reisen vor Derby in Leverkusen ab
13.12.2025 – 18:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor dem Derby des 1. FC Köln bei Bayer 04 Leverkusen ist es zu harten Fan-Kontrollen gekommen. Mehr als 500 FC-Fans reisten aus Protest noch vor dem Anpfiff wieder ab.
Vor dem Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln ist es am Samstagabend vor der BayArena zu einem Eklat gekommen. Die aktive Fanszene der Geißböcke verließ noch vor Spielbeginn in der BayArena das Stadionareal und reiste aus Protest zurück in die Domstadt.
Der Grund waren aus Sicht der Anhänger teils übergriffige Kontrollen durch die Polizei. Der FC teilte zunächst mit, dass die „Kontrollen dieses Mal sehr intensiv und aus Sicht der Fans nicht angemessen“ ausgefallen seien. Rund 500 bis 600 Mitglieder der aktiven Fanszene seien daraufhin wieder abgereist.
In den Sozialen Netzwerken kursierten schnell zahlreiche Videos, die die FC-Fans beim Verlassen des Stadionumlaufs zeigten. Zudem wurden Vorwürfe erhoben, wonach es „Nacktkontrollen“ gegeben habe, um die FC-Anhänger auf mitgebrachte Gegenstände zu untersuchen. Auch hätten FC-Fans harmlose Schlauchschals abgeben müssen, weil diese potenziell eine Vermummungsgefahr dargestellt hätten. Die Temperaturen lagen am Samstagabend in Leverkusen bei rund 7 Grad.
Nach einem Bericht des „Geissblog“ wurde infolge der Maßnahmen NRW-Innenminister Herbert Reul vor dem Spiel von mehreren FC-Fans im Stadion angesprochen und um Erklärung gebeten. Dieser habe mitgeteilt, nichts von den intensiven Kontrollen gewusst zu haben. Reul ist bekennender Fan von Bayer 04 Leverkusen.
Bayer-Boss Fernando Carro teilte bei Sky mit: „Das ist eine polizeiliche Maßnahme. Ich finde, man sollte in unserem Land schon der Polizei vertrauen.“ Carro sah die Verantwortung für die Maßnahmen nicht bei Bayer 04. Der FC teilte bezüglich vermeintlicher Nacktkontrollen mit, dass der Club diese „bislang weder bestätigen noch dementieren“ könne. Die Geißböcke stehen mit den Behörden und Leverkusen in Kontakt, um Antworten zu verlangen.