Nach nächstem schwachen Auftritt
Fans fordern Aus von Bundesliga-Trainer
25.10.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim 1. FC Köln kippt die Stimmung. Die Fans lassen ihren Frust an Trainer René Wagner aus. Die Spieler stellen sich schützend vor ihren Coach.
Nach dem biederen Auftritt beim 0:0 gegen Schalke 04 wird die Luft für René Wagner beim 1. FC Köln immer dünner. Der 38-Jährige bekam am Samstag den Frust der Fans deutlich zu spüren. Bereits bei der Auswechslung von Mikey Moore nach 68 Minuten schallten „Wagner raus“-Rufe durch das Kölner Stadion. Weitere, noch lautere, folgten nach dem Schlusspfiff – gemeinsam mit einem Pfeifkonzert.
„Die Erwartungshaltung hier im Stadion ist riesig“, ordnete Wagner die Reaktion der Fans ein. „Es ist ein Privileg, hier arbeiten zu dürfen. Bei solchen Vereinen möchte man als Trainer arbeiten.“ Und weiter: „Nichtsdestotrotz gehört es dazu, dass wir zu Hause versuchen, so ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir getan.“
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Das 0:0 empfand Wagner als gerecht. Der FC-Coach gab aber zu: „Am Ende fühlt sich der Punkt vielleicht zu wenig an.“ Köln verbesserte sich durch das Remis zwar vorerst auf Rang elf, die Abstiegsränge sind aber nur zwei Punkte entfernt.
El Mala schützt Wagner: „Hat 0,0 mit dem Trainer zu tun“
Die Kritik am Trainer lässt derweil auch die Spieler nicht kalt. „Ich kann das nicht verstehen. Es ist emotional, da kommt so etwas zustande“, sagte Luca Waldschmidt. „Aber da müssen wir drüberstehen, müssen bei uns bleiben und das ausblenden.“
Der Stürmer zeigte sich insbesondere mit dem Auftritt im zweiten Durchgang unzufrieden. „Es hat sich alles langsam und träge angefühlt“, kritisierte Waldschmidt. „Wir sind gar nicht in die Tiefe gekommen.“
Saïd El Mala nahm Wagner in Schutz. „Die Fans sind frustriert, das hat aber 0,0 mit dem Trainer zu tun“, sagte der 20-jährige deutsche Nationalspieler bei DAZN. „Die Fans dürfen sauer sein. Aber das hat mit dem Trainer hier nichts zu tun.“
Für Köln geht es nun mit zwei Partien gegen Union Berlin weiter. Am Dienstag treffen die Domstädter vor heimischen Publikum im DFB-Pokal auf die Köpenicker. Am kommenden Sonntag steht das Ligaduell in Berlin auf dem Plan.
