Chaos im Regionalzug

Falscher Kontrolleur geht auf Fahrgast und Polizist los

06.03.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Regionalzug (Symbolfoto): Ein Betrunkener hat in Bayern einen Polizeieinsatz ausgelöst. (Quelle: Imago/imago)

Ein Mann gibt sich im Zug als Fahrkartenkontrolleur aus und wird handgreiflich. Als die Polizei eintrifft, eskaliert die Situation.

Ein betrunkener Mann hat am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr bei Grafing in Oberbayern einen Bundespolizisten ins Gesicht getreten. Zuvor hatte der 26-Jährige sich in einem Regionalzug Richtung Wasserburg gegenüber einem Fahrgast als Fahrkartenkontrolleur ausgegeben, teilte die Bundespolizei am Freitag mit.

Der falsche Kontrolleur soll den 29-jährigen Reisenden zunächst aufgefordert haben, sein Ticket zu zeigen. Der Fahrgast habe dies verweigert, da er die Kontrolltätigkeit des Mannes angezweifelt habe. „Daraufhin griff der 26-Jährige den Arm des Reisenden und versuchte, ihn gewaltsam von der Weiterfahrt auszuschließen“, hieß es weiter. Der Jüngere soll den falschen Kontrolleur anschließend von sich weggestoßen haben, woraufhin dieser stürzte. Der 26-Jährige habe daraufhin die Polizei verständigt, so die Beamten.

Vor den eingetroffenen Beamten soll er über Rückenschmerzen geklagt haben. Eine Untersuchung durch hinzugerufene Rettungssanitäter habe er aber abgelehnt. Stattdessen soll er sich vor dem Rettungsfahrzeug auf den Boden gelegt haben. Als sich ein Polizist dann zu ihm heruntergebeugt habe, soll er ihm unvermittelt mit dem Fuß ins Gesicht getreten und dabei leicht verletzt haben.

Nach Angaben der Bundespolizei haben die Beamten den 26-Jährigen daraufhin gefesselt und in ein Klinikum gebracht. Auf dem Weg soll er mehrfach versucht haben, zu fliehen, sowie die Polizisten beleidigt und bedroht haben. Ein Alkoholtest ergab rund zwei Promille.

Der 26-Jährige ist wegen mehrerer Gewalt- und Eigentumsdelikte bereits polizeibekannt. Mittlerweile wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

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